
London (kobinet) Der 18-jährige Rollstuhlfahrer David Allan aus Sheffield hat eine der größten britischen Banken verklagt, weil die Filiale in seinem Heimatort für ihn nicht zugänglich ist. Wie BIZEPS-INFO heute berichtet, bestätigte ein britisches Gericht nun auch in zweiter Instanz, dass die Royal Bank of Scotland die Filiale für rund 200.000 Pfund (etwa 220.000 Euro) umbauen muss, obwohl das Gebäude unter Denkmalschutz steht.
"Der Fall erinnert an die Geschichte von David gegen Goliath", schreibt Christiane Link aus London in ihrem Bericht für BIZEPS-INFO. Das Verfahren gelte als Testfall, wie weit das britische Antidiskriminierungsgesetz (Disability Discrimination Act) greift. Im Gesetz ist vorgeschrieben, dass Geschäfte und Serviceanbieter angemessene Anpassungen ("reasonable adjustments") vornehmen müssen, um die Bedürfnisse ihrer behinderten Kunden zu berücksichtigen. "Das Gericht hat ein Berufungsverfahren ausgeschlossen. Das Urteil ist somit bindend und wird wohl Einfluss auf andere Banken und Geschäftsbereiche in Großbritannien haben." sch