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26.11.2009 - 00:06

Pilot-Projekt in ausgewählten DB-Reisezentren.

Frankfurt am Main (kobinet) Im Rahmen eines Pilot-Projektes in drei ausgewählten Reisezentren testet die Deutsche Bahn aktuell einen neuen Service für die Zielgruppe der mobilitätseingeschränkten Reisenden: Beratung auf Termin. Nach vorheriger Terminabsprache können sich die ReiseberaterInnen gezielt auf die besonderen Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Reisenden einstellen.

Dies betrifft nach Informationen von Ellen Engel von der DB Vertrieb GmbH sowohl Fragen zur persönlichen Situation beim Reisen als auch inhaltliche Fragen zur aktuellen Bahnreise. Die Anmeldung erfolgt am Computer unter http://www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/beratung_termin_rz.shtml.

Im ersten Schritt bietet die Deutsche Bahn den Service in den DB Reisezentren Hamburg Hbf, Leipzig Hbf und München-Pasing an. Mobilitätseingeschränkte Menschen, die das elektronische Formular auf der Internetseite nicht nutzen können, haben die Möglichkeit, die Anmeldung über die Mobilitätsservice-Zentrale vorzunehmen. moh
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Klaus Meiers schrieb am 28.11.2009, 12:36

Langsam mit den wilden Pferden

So berechtigt und beliebt es zuweilen ja ist, auf die Bahn zu motzen, an der Stelle würde ich aber mal etwas mehr Differenziertheit anmahnen.
Es geht hier, wie ich es verstanden habe, nicht darum, was einzusparen, sondern was zusätzlich anzubieten.

Klaus Meiers

Hans-Reiner Bönning schrieb am 27.11.2009, 12:07

Provokation oder irreführende Werbung?

Was die Bahn hier als "Pilotprojekt" anpreist, ist genau genommen eine Einschränkung ihres bisherigen Service-Angebotes für behinderte Reisende.

Bisher war es möglich, sich jederzeit und bundesweit per Telefon, Fax oder Email an die Mobilitätszentrale zu wenden, den speziellen Hilfebedarf zu beschreiben und anzumelden.
Das angebliche "Pilotprojekt" bietet nichts anderes - nur eingeschränkt auf ganze drei (!) Bahnhöfe in ganz Deutschland.

Und offenbar auch noch zeitlich eingeschränkt auf "Termine", die man sich jetzt holen soll. Falls man das nicht selbst über Internet kann, soll man dies telefonisch über die bundesweite Mobilitätszentrale tun - die dann also nicht mehr selbst berät, sondern wie ein billiges Call-Center nur die Beratungsanfrage an die drei Pilotprojekt-Bahnhöfe weiterleitet, von denen man dann erst mal einen Termin für die Beratung erhält ...

Sagt mal Leute, geht´s noch?!

Bernd Iglu schrieb am 26.11.2009, 07:48

Den Service einsparen

Hallo,
die Schwerpunktsetzung mehr und bessere Reisezentren ist doch falsch.
Wenn man den Schwerpunkt auf 'barrierefrei überall' setzt werden keine Service-Einrichtungen insbesondere für eingeschränkte Menschen gebraucht und jeder kann alles selbst tun, Fahrkarten kaufen mit oder ohne Blindenschrift, Zug fahren, WC benutzen, sich zurechtfinden usw. usf. Dann ist jeder Reisende gleichberechtigt und es erübrigt sich die Ermäßigung für den Nachteilsausgleich.
Da ist noch viel Einsparpotential für die Bahn. Klar, man muss einmal etwas investieren. Mein beschränktes BWL-Wissen sagt mir, einmal rechnet sich das.
Flickschustern kostet immer mehr als gleich alles richtig barrierefrei machen.

Nichts für ungut.
Gruß Bernd Iglu

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