
Frankfurt am Main (kobinet) "Auf den Punkt gekommen - Louis Braille und die Blindenschrift" lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 8. Dezember um 19.00 Uhr im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49, in 60311 Frankfurt am Main stattfindet.
Vor 200 Jahren wurde Louis Braille geboren, der Erfinder eines Schriftsystems für Blinde, das alle Sprachen der Welt, ob Griechisch, Russisch, Arabisch oder Hebräisch, gleichermaßen übersetzt. Mit 13 Jahren entdeckte Louis Braille, der als Kind selbst sein Sehvermögen verlor, eine für militärische Zwecke erfundene Geheimschrift. Diese sollte zunächst Soldaten das Lesen im Dunkeln ermöglichen. Braille entwickelte die Schrift weiter, und öffnete Blinden so das Tor zu Literatur, Musik, Mathematik und damit zu Bildung und Kultur. Heute ermöglicht die Brailleschrift blinden Menschen außerdem die Arbeit am PC. Wie das auf sechs Punkten basierende Schriftsystem funktioniert und wie die Schrift auch von Sehenden "gelesen" werden kann, wird der Blindenpädagoge Dr. Volker Hahn während der Veranstaltung in Frankfurt erläutern. Der Moderator des Abends und Experte für Integration und Rehabilitation von Blinden und Sehbehinderten, Franz-Josef Esch, Vorstand der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte, beantwortet dabei auch gerne Fragen rund um das Thema. Der Vortragsabend der Polytechnischen Gesellschaft wird in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte realisiert und ist der Familie Diesterweg-Simon gewidmet. Der Eintritt ist frei. moh