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kobinet-nachrichten 17.12.2009 - 16:46
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Schulreform in Nordrhein-Westfalen angemahnt

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Düsseldorf (kobinet) Die Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen bekräftigte heute das das Recht der Eltern, zu entscheiden, ob ihr behindertes Kind eine allgemeine Schule oder eine Förderschule besuchen soll. "Dazu müssen wir dringend das Schulrecht in Nordrhein-Westfalen modernisieren, wenn wir unsere Pflichten aus der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllen wollen. Die grundsätzliche Wahlfreiheit der Eltern muss garantiert werden", erklärte heute Angelika Gemkow.

Der nordrhein-westfälische Landtag hätte nach ihrer Ansicht gestern die Möglichkeit gehabt, in einem von allen Fraktionen getragenen Beschluss ein klares politisches Signal für eine diesbezügliche Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung in Nordrhein-Westfalen zu setzen.

"Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass diese Chance nicht genutzt worden ist. Die Kinder mit Behinderungen und ihre Eltern erwarten zu Recht, dass die UN-Behindertenrechtskonvention zügig mit Leben erfüllt wird. Es ist in Nordrhein-Westfalen gute Tradition, dass wichtige behindertenpolitische Beschlüsse in großer Gemeinsamkeit gefasst werden", so Gemkow. Die Behindertenbeauftragte appellierte an alle Landtagsfraktionen, so schnell es geht an den Verhandlungstisch zurückzukehren und gemeinsam die Weichen für eine Schulreform zu stellen. sch


 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Cordula Müller schrieb am 17.12.2009, 18:26

Verhandeln ?

Langsam müssen wir uns fragen: Wird in diesem Bundesland denn nie Einsicht einkehren?
Ich danke Frau Gemkow, die sich hier das erste Mal so richtig zur schulischen Inklusion bekennt ohne dabei nur auf Barrierefreiheit rumzureiten. Endlich wird auch ihre Stimme lauter, daß den Eltern und Kindern Entscheidungsfreiheit über den Förderort zustehen sollte.

Sich um Punkte zu "streiten", in denen es um Kindeswohl geht, ist fast lächerlich.Eltern, die bereit sind, ihr Kind in die Regelschule zu schicken, sind ja gerade die Eltern, die sich besonders engagieren, wenn es ums Wohl des Kindes geht. Und Eltern, die diesen Schritt noch! nicht wagen wollen oder können,bleibt ja offen (noch), wo ihr Kind gefördert werden soll.

Nur der Gedanke an Ämter, die über unsere besonderen Kinder entscheiden, ist geradezu grausig. Bedenkt man, daß es hier nicht um misshandelte Kinder geht, sondern um Kinder, die nur in die Regelschule möchten.
Wenn jetzt noch jemand meint, wir gefährden Kindeswohl, weil wir unsere Kinder in Regelschulen geben möchten, ist das lächerlich.
Und wir sind es langsam satt, ewig um die Plätze im GU oder integrativen Lerngruppen zu kämpfen und oder umzuziehen.
Nein, wir erwarten eine klare Entscheidung und Umsetzung ins Schulgesetz.
Rauchverbote können ja auch beliebig beschlossen oder wieder abgeschafft werden.Und Frau Sommer schreibt in der Schulzeit, daß wir ja sowieso so viele Lehrer haben , weil ja die Schüler weniger werden. Oder steckt hier die Angst? Wie stopft die Landesregierung die Sonderschulen?Ganz einfach: Wir mischen ein paar Regelschüler dazu!
Elterninitiative Gemeinsamer Unterricht Bornheim

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