
Düsseldorf (kobinet) Im Vorfeld der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai 2010 gibt es in der Landesregierung einen Koalitionsstreit zwischen CDU und FDP um die Inklusion behinderter Kinder in die Regelschule. Die nordrhein-westfälische CDU will trotz des Widerstands ihres Koalitionspartners FDP mehr Integration von behinderten und nichtbehinderten Schülern erreichen, teilte die Landtagsfraktion der Union gestern in Düsseldorf mit.
Ziel sei es, "die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einführung des grundsätzlichen Rechts der Eltern auf Wahl des sonderpädagogischen Förderorts" vorzubereiten, heißt es nun seitens der CDU. Noch Anfang Dezember war ein fraktionsübergreifender Antrag der Opposition im Düsseldorfer Landtag für einen gemeinsamen Unterricht für nichtbehinderte und behinderte Schüler am Widerstand der FDP gescheitert. Laut Medienberichten hatte die FDP darauf beharrt, dass behinderte Kinder auch weiterhin zwangsweise in eine Sonderschule geschickt werden können. Die CDU hatte sich ihrem Koalitionspartner gebeugt.
Die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt, dass Menschen mit Behinderungen nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden. Aus der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag ist jetzt zu hören, "bereits zum kommenden Schuljahr" solle es konkrete Verbesserungen geben. Bislang gibt es in keinem unionsregierten Bundesland einen solchen Vorstoß. Die Grünen-Schulexpertin Sigrid Beer forderte die CDU auf, den Worten Taten folgen zu lassen. "Die Ressourcen für eine massive Ausweitung des gemeinsamen Unterrichts müssen unverzüglich zur Verfügung gestellt werden", verlangte die Landtagsabgeordnete. Der Sinneswandel bei der CDU beruhe auf wahltaktischen Gründen, argwöhnen Experten. hjr
Wasilios Katsioulis schrieb am 24.12.2009, 12:42
Weihnachtsgeschichte: Inklusion fuer Europa!
www.noexclusion.com/2009/12/meine-kleine-weihnachtsgeschichte.html
Frohe Weihnachten!