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kobinet-nachrichten 03.01.2010 - 18:53
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Diskriminierung durch Körperscanner befürchtet

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Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat heute vor dem geplanten Einsatz von sogenannten Nackt - oder Körperscannern in der Flugsicherkeit gewarnt.

Grund dafür ist, dass Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen nach Presseberichten besonders negativ von solchen Kontrolltechniken betroffen wären. "Alle Personen mit Inkontinenzhilfen, künstlichen Darmausgängen, Urinbeuteln oder Prothesen aller Art werden von den Scannern sofort als auffällig registriert”, betonte ISL-Geschäftsführerin Sigrid Arnade. "Sie stehen somit automatisch unter Terrorismusverdacht und werden dann verstärkt zur Nachkontrolle gebeten.”

Wenn es schon verstärkte Sicherheitsmaßnahmen geben müsse, so Arnade, sollten diese diskriminierungsfrei und ohne Verletzung der Intimsphäre behinderter Frauen und Männer durchgeführt werden. Für vordringlicher hält Arnade andere Maßnahmen: So dürfe es zum Beispiel keine Ausnahmen von Sicherheitskontrollen für Personen mit Diplomatenpässen geben. sch
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Helga Mann schrieb am 10.01.2010, 15:26

Es geht um die Kontrolle und "Bloß"stellen

Denkt einfach mal logisch.
Nach dem Terrorakt von 2001 wurde flugs der Patriot Act in Amerika durchgedrückt, der die Bürgerrechte aushebelt. Der wäre jetzt ausgelaufen. Aber nicht mit uns, sagte sich der amerikanische Geheimdienst in wessen Auftrag auch immer. Nur so kam dieser junge Mann an Bord. Der ganze Vorgang war perfekt unter Kontrolle. Der Held von Detroit war kurz dahinter plaziert und hatte auf ein bestimmtes Signal hin, zu reagieren.Man braucht nicht unbedingt mehr Tote, um Angst und Schrecken, ständig neu zu beleben. Das Ziel ist die totale Kontrolle des normalen Bürgers. Dem Nacktscanner für außen, entspricht der Nacktscanner für innen und der heißt Elena.
Hier werden an einer Stelle alle Daten über sie zusammengefaßt - alle -unbegründet, denn die Erklärungen, die geliefert werden sind Täuschung. Es geht um die Totalkontrolle!

Und sage keiner, er hätte nichts zu verbergen! Daten, über die man verfügt, kann man mißbrauchen und manipulieren.
Und nebenbei gesagt: Deutschland hat keinen Datenschutz!

Maik Nothnagel schrieb am 04.01.2010, 10:43

Titelseite

Hallo Sigrid,

die Pressemitteilung hat es auf die Titelseite des Freien Wortes geschafft! Das Jahr 2010 fängt ja gut an! Gruß Maik

Rudi Richter schrieb am 03.01.2010, 19:40

Prima Zwischenruf

Das ist nicht nur ein sehr wichtiger, sondern auch genau richtiger Zwischenruf der ISL zur Diskussion um die Nacktscanner. Was vor einigen Monaten noch hochkritisch gesehen und vom Tisch gewischt wurde, wird plötzlich von allen als gut befunden. Der Anschlagsversuch hätte vermieden werden können, wenn die Amis nicht nur ständig neue Regeln und Kontrollen einführen, sondern die vorhandenen Daten auch gründlich auswerten würden. Vor allem aber auch, wenn es endlich einmal eine sozialere und diplomatischere Politik der Regierungen gäbe, damit der große Haß und die Unterschiede erst gar nicht so hochkochen können. Nun wird gleich wieder mit neuen Schutz- und Gegenmaßnahmen geantwortet, so dass die Spirale wohl noch höher gedreht wird. Angreifbar sind wir in vielen Bereichen - nicht nur in Flugzeugen. Die Nacktscanner können also ein weiterer Schritt in eine Richtung sein, die wir am Ende vielleicht durch eine totale Überwachung und Verlust der Intimsphäre bereuen könnten. Denn wer einen vermeintlichen körperlichen Makel hat traut sich irgendwann dann vielleicht aus Scham nicht mehr zu fliegen oder auf die Straße. Ein bisschen Nachdenken über die Richtung, die wir hier mit dem Einsatz einer neuen Technologie einschlagen ist m. E. also mehr als angebracht.

Rudi Richter

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