
Königs Wusterhausen (kobinet) Zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt hat das Stadtparlament von Königs Wusterhausen bei Berlin den blinden Finanzbeamten Georg Hanke. Der 41-jährige Sozialdemokrat geht davon aus, dass er Deutschlands einziger blinder Stadtverordnetenvorsteher ist, berichtete heute Franz-Josef Hanke für kobinet:
Gewählt hat ihn die Stadtverordnetenversammlung bereits am 14. Dezember. Unmittelbar nach der Wahl hat er die Sitzungsleitung übernommen. Seine erste reguläre Sitzungsleitung steht aber erst im März 2010 an.
Königs Wusterhausen ist an blinde und sehbehinderte Mitbürger durchaus gewöhnt. Hier befindet sich eine Blindenschule, die zu DDR-Zeiten das einzige Gymnasium für Blinde und Sehbehinderte war. Auch hatte die Stadt bereits einen sehbehinderten Bürgermeister.
Der Sozialdemokrat gehört schon seit Längerem der Stadtverordnetenversammlung an. Allerdings hat er nicht in Königs Wusterhausen die Schule besucht, sondern an seinem Geburtsort Bonn.
In seiner Wahl sieht der Dozent an der Fachschule für Finanzen einen Ausdruck praktizierter Integration behinderter Bürgerinnen und Bürger. Zudem betrachtet er es aber auch als Ausdruck der Anerkennung und Wertschätzung seiner bisherigen Arbeit als Stadtverordneter. sch
(Franz-Josef Hanke ist ein in Marburg lebender blinder Journalist und Bruder des neuen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung von Königs Wusterhausen)
Ulrich Wendte schrieb am 07.01.2010, 12:49
Herzlichen Glückwunsch auch vom Referat "Behindertenpolitik" des Brandneburger Sozialministeriums!
Es ist zu wünschen, dass Ihr Beispiel Schule macht. Es gibt so viel Potential!!
Ulrich Wendte
Referatsleiter
Petra groß schrieb am 04.01.2010, 16:58
wünsche alles gute
grüe aus kassel Petra groß