
Essen (kobinet) Wenn heute die Ruhr.2010 in Essen offiziell eröffnet wird, werden unter den Besucherinnen und Besuchern auch viele Menschen mit Behinderungen sein. Damit auch sie die kulturellen Veranstaltungen in diesem Jahr möglichst problemlos besuchen können, soll die Kulturhauptstadt 2010 weitestgehend barrierefrei sein. Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen hat deshalb zahlreiche Spielstätten auf Barrieren überprüft. Dies teilte der VdK-Landesvorsitzender Karl-Heinz Fries mit.
70 ehrenamtlich Aktive aus den beteiligten VdK-Kreis- und Ortsverbänden im Ruhrgebiet haben das Vorhaben mit großem Engagement unterstützt und im Zeitraum von Juli bis Dezember 2009 über 100 Spielstätten auf Barrieren überprüft. "Unser Ziel ist die umfassende gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, dazu gehört natürlich auch die Teilhabe am kulturellen Leben. Wir freuen uns, dass dieses Ziel auch von den Veranstaltern der Ruhr.2010 ernst genommen wird", so Fries. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen hatte sich an den Sozialverband VdK NRW gewandt mit der Bitte, eventuelle Barrieren zu dokumentieren. Fachliche Unterstützung lieferten Experten der agentur barrierefrei NRW, die hierfür eigens einen Erhebungsbogen entwickelt hatten. Den Besuchern sollen zeitnah und zentral verlässlich Informationen über die Erreichbarkeit und Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Besuche von Veranstaltungen sollen so im Vorfeld unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse planbarer gestaltet werden können. Das Informationsangebot wird unter anderem auf dem Internet-Portal der Agentur unter www.ab-nrw.de veröffentlicht. moh