
Mainz (kobinet) In Mainz werden derzeit die Informationstafeln an den Bus- und Straßenbahnen ausgetauscht. Dabei wird auch darauf geachtet, dass die Information für blinde und sehbehinderte Menschen verbessert wird, in dem diese mit einer Sprachansage ausgestattet werden, die per Knopfdruck betätigt werden kann.
Bis Mai will die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) die alten Tafeln durch die neuen Informationssysteme ausstatten, die dann anzeigen, wann zum Beispiel der nächste Bus oder die nächste Straßenbahn kommt. Mussten sehbehinderte Menschen sich bisher die Hälse recken, um die Informationen lesen zu können oder waren zum Teil gar nicht in der Lage rauszubekommen, was da angeschrieben war, gehört das bald der Geschichte an. An den Stangen der Informationstafeln befindet sich zukünftig, ein Knopf, der nach Betätigung die schriftlichen Anzeigen als Sprache ausgibt. Für den Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz ist dies eine wichtige Weiterentwicklung: "Gerade für blinde und sehbehinderte Menschen sind Informationen wichtig, deshalb ist es auch wichtig, dass diese entsprechend zugänglich gemacht werden", so Ottmar Miles-Paul. Die MVG lässt sich die Neugestaltung der Informationstafeln ca. fünf Millionen Euro kosten, wobei sie 700.000 Euro Zuschuss durch das Land Rheinland-Pfalz erhält. moh
Horst Hembera schrieb am 20.01.2010, 09:06
Guten Tag,
in Mannnheim ist das Problem der Information für sehbehinderte und blinde Menschen an Haltestellen seit langem Thema. Die Sprachansage in Mainz scheint eine mögliche Lösung. Ich hätte eine Frage zu den Gesamtkosten: 700.000 EUR zahlen die Verkehrsbetriebe bei 5 Mio. EUR insgesamt. Wer steuert die restlichen 430.000 EUR bei, wer finanziert das also. Über eine Antwort würden wir uns freuen.
Horst Hembera, AG Barrierefreiheit Mannheim.
Franz Schmahl schrieb am 13.01.2010, 20:19
Herzlichen Dank für den kritischen Hinweis. Da will ich mich gleich bemühen, den Fehler zu korrigieren. sch
Christine Nicolai schrieb am 13.01.2010, 18:10
"Sprechansage an Mainzer Haltestellen"
Da ist euch doch bestimmt ein falsches Zeichen in die Hände gefallen:
Das Signet mit dem Ohr bezeichnet "Hörgeschädigte" und nicht "Blinde"!!!
Liebe Grüße aus Sachsen!