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12.01.2010 - 20:21

Einsatz von Körperscannern abgelehnt.

Krautheim (kobinet) Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter hat heute den Einsatz von Körperscannern auf Flughäfen abgelehnt. "Die Verwendung dieser Geräte ist ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht von Menschen mit Körperbehinderung, ungeachtet der gesundheitlichen Risiken beim Einsatz der Mikrowellen", stellte Irmgard Winkler fest.

Bei der Verwendung der Körperscanner würden sowohl Herzschrittmacher als auch künstliche Hüftgelenke, Prothesen und künstliche Darmausgänge am Monitor sichtbar gemacht, befürchtet die stellvertretende Bundesvorsitzende. "Das lehnen wir ab, da es eine erhebliche Verletzung der Intimsphäre der betroffenen Personen bedeutet", so Winkler. Nach wie vor unklar sei auch die gesundheitliche Belastung durch die Bestrahlung mit Mikrowellen im Tetrahertz- oder Millimeterbereich.

"Es fehlen medizinische Langzeitstudien, die eine Schädigung der Organe oder implantierter medizinischer Geräte, wie Herzschrittmacher oder Prothesen ausschließen", betonte Winkler. Für Rollstuhlfahrer sei diese Technologie noch völlig unausgereift und deshalb ungeeignet. "Der Körperscanner würde bei einem Rollstuhlbenutzer sofort Alarm geben, weil das Hilfsmittel aus Metall und Kunststoffen besteht."

Politische Entscheidungsträger werden aufgefordert, sich umgehend gegen die Einführung von Körperscanner auszusprechen und nach alternativen Sicherheitsmethoden zu suchen, die Menschen mit Behinderung und chronisch Kranke nicht benachteiligen. sch

 

 
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