
Berlin (kobinet) Ein Rechtsgutachten öffnet behinderten Kindern alle Schultüren. Es wurde von dem Völkerrechtler Prof. Dr. Eibe Riedel, Mitglied des UN-Ausschusses für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte in Genf, ausgearbeitet und wird kommende Woche auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.
Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen verpflichtet die Bundesländer, ein inklusives Bildungssystem bereitzustellen. Da behinderten Kindern die Türen zur Regelschule jedoch nach wie vor meist verschlossen sind, haben der Elternverband Gemeinsam leben - gemeinsam lernen und der Sozialverband Deutschland den führenden deutschen Völkerrechtler gebeten, die Rechtslage zu prüfen. Die Ergebnisse seines Gutachtens werden sie am 28. Januar der Öffentlichkeit vorstellen.
Dieses Gutachten stellt nach Ansicht beider Verbände die bisher von den Schulministerien vertretenen Auffassungen auf den Kopf. Die Schulbehörden könnten sich nun nicht mehr hinter den noch geltenden Schulgesetzen verstecken. sch
Fuchs Christina schrieb am 23.01.2010, 19:15
Schulminister müssen endlich ihre theoretischen Vorstellung der Praxis anpassen.
Kinder lernen gemeinsam besser, das ist wissenschaftliche Wirklichkeit.
Eine von der Politik vorgegebene Sortierung darf nicht der Verminderung von Lernchancen dienen. Lernen als Erfogszwang im gegliederten Schulsystem durch Ausgrenzung - im Gutachten findet sich die Antwort.
Die Politik ist zur Umsetzung verpflichtet.
Gerhard Lichtenauer "Daheim statt Heim" Österreich schrieb am 23.01.2010, 09:26
Wurde auch Zeit, dass den Trutzburgen der landeshoheitlichen Diskriminierer eine Bresche in die Ausgrenzungswälle geschlagen wird.