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28.01.2010 - 06:00

Petition für Schule für Alle wird im Europaparlament behandelt.

Brüssel (kobinet) Der Petitionsausschuss des Europäischen Parlamentes wird eine Petition "A European School for All" - "Eine Europäische Schule für Alle" - behandeln, weil er die "Tätigkeiten der Europäischen Union" betrifft. Entsprechend werden Untersuchungen hierzu eingeleitet.

Nachdem der neunjährige Lucas Katsioulis, bei dem Autismus diagnostiziert wurde, wegen seiner Behinderung von der Europäischen Schule entlassen wurde, hat sein Vater ein Europäisches Petitionsverfahren angestrengt, um für die Zukunft zu erreichen, dass die Europäische Schule eine Schule für Kinder mit und ohne Behinderung wird und dort nicht nur Kinder mit Dyslexie oder ADHS aufgenommen werden, sondern auch Kinder mit anderen Behinderungen. Bisher führt der Ausschluss solcher Kinder zu erheblichen Benachteiligungen von Mitarbeitern der Europäischen Institutionen, die oftmals nicht oder nur sehr schwer eine Alternative Beschulung organisieren können.

"Eine´Schule fur Alle' ist eine Verpflichtung, wie sie sich aus Artikel 24 der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ergibt. Die mit dem Ausschluss verbundenen Benachteiligungen sollten gerade die Europäische Schule in Brüssel veranlassen, sich nicht von der Anforderung der Konvention auszunehmen", so Wasilios Katsioulis. Das Europäische Parlament als Streiter für die Rechte von Menschen mit Behinderungen bekannt, hat dies auch mit seinem Beschluss vom 17.12.2009 deutlich gemacht, die Auszahlung von Budgetmitteln an den freien Zugang von behinderten Schülern an die Europäische Schule zu binden.

"Derzeit blockieren einzelne Mitgliedsstaaten den freien Zugang behinderter Kinder bei der Europäischen Schule", so Wasilios Katsioulis gegenüber den kobinet-nachrichten. "Sollte es erforderlich sein, werde ich versuchen mit Petitionen auf nationaler Ebene diese Mitgliedsländer dazu zu bewegen ihre Blockadehaltung aufzugeben." moh
 

 
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