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29.01.2010 - 10:11

Parkplatz als Kampfplatz.

Frankfurt a.M. (kobinet) Der Frankfurter Club Behinderter und ihrer Freunde (CeBeeF) nimmt Autoanarchos aufs Korn, die Behindertenparkplätze blockieren. Ein Video zeigt, wie Reporter Theo West "Behinderten" hilft.

Wer kennt sie nicht, die verständnisvollen Zeitgenossen, heißt es auf der Webseite vom CeBeeF, die doch nur "mal eben ganz kurz" und "nur für fünf Minuten" ihr Auto auf dem Behindertenparkplatz abstellen? Einer nach dem anderen. Die meisten Autoanarchos halten das für ein Kavaliersdelikt. Für viele behinderte Menschen bedeutet es jedoch, von einem weiter entfernteren Parkplatz das Fahrtziel mit dem Rolli oder mit den Krücken nicht erreichen zu können. Parkplatz ist hierzulande leider Kampfplatz. sch
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gerd Frank schrieb am 01.02.2010, 07:24

Unverständnis

Mir ist es auch schon passiert, das die Polizei nicht abschleppte weil sie der Meinung war es wäre nicht verhältnismäßig wenn sie das Fahrzeug abschleppen würden.
Wenn ich so eine dämliche Aussage schon höre zeigt es mir welchen Stellenwert behinderte überhaupt in unserer Gesellschaft haben.

Ellen Herrmann schrieb am 31.01.2010, 15:55

Konsequente Bestrafung wäre schon was

Auch ich habe von der Stadt einen auf meinen Behindi-Parkausweis ausgestellten Parkplatz vor meiner Haustüre reserviert bekommen. Auch hier kommt es hin und wieder vor, dass ein Falschparker drauf steht. Wenn ich die Polizei rufe, bekommt der Falschparker im Höchstfall ein Knöllchen. Abgeschleppt wurde noch keiner. Dann erklärt mir die Polizei, ich könne ja auf der Straße (Sackgasse) parken. Mir würde schon reichen, wenn konsequenter abgeschleppt würde. Die gesetzlichen Regelungen lassen dies ja durchaus zu. Aber was kann man gegen faule Polizisten tun?
Gruß Ellen

Maritta Leiss schrieb am 29.01.2010, 16:55

Welche Art von Behinderung ist das denn?

Ich habe einen Behindertenparkplatz mit Nr. vor meiner Haustür. Sehr oft kommt es jedoch vor, dass mein Parkplatz besetzt ist, wenn ich Nachmittags von der Arbeit komme. Dann rufe ich bei der Polizei an und lasse die Leute abschleppen.
Eines Tages war wieder mal eine solche Situation, die Polizei war da und wir warteten auf
den Abschleppdienst. Da kam die Fahrerin (geschätztes Alter ca. ende 20) und behauptete,
als sie sich an morgen auf diesen Parkplatz gestellt habe, sei das Schild und auch das Rollstuhlzeichen auf dem Parkplatz noch nicht dagewesen. Da habe ich ihr erklärt, dass die
Stadt Frankfurt jetzt so flache Mitarbeiter hat, so dass das im nachhinein kein Problem sei,
den Parkplatz zu makieren. Die Polizei hat sich mächtig amüsiert, sie musste den Abschlepper
bezahlen und das Falschparken. Seitdem habe ich sie niewieder auf meinem Parkplatz ge-
sehen.

Ute Germann schrieb am 29.01.2010, 15:26

Uneinsichtige Mitbürger

Gerade eben komme ich aus der Stadt und wieder war ein Behindertenparkplatz unrechtmäßig besetzt.
Da es ja nicht sonderlich weh tut, wenn man "erwischt" wird, wird weiter wild geparkt.
Auch ich bin für härtere Sanktionen.

Als ich einen jungen Mann, der nur "schnell Geld holen" wollte...die Bank mindestens 5 Geh-Minuten entfernt...auf sein unrechtmäßiges Parken hinwies und nach einem kurzen Dialog mit einer Anzeige drohte: "Das wäre ja ganz schön unverschämt!" Wie bitte? Wer ist denn hier unverschämt?


Weiteres auch hier:
www.mobil-mit-behinderung.de/content/columnnews/16894.htm

Klaus Steiner schrieb am 29.01.2010, 13:25

Behindertenparkplätze auch für geistig Behinderte

Hallo,

ein Freund mit gehbehinderter Partnerin, meine Frau als Pflegerin oder ich als Rollstuhlfahrer haben uns angewöhnt, die mal eben nur "ganz kurz" zum Einkaufen einen Behindertenparkplatz belegenden Autofahrer beim Aus- oder Einsteigen ganz ernst zu fragen:

"Es ist gar nicht am Auto zu sehen, dass Sie geistig behindert sind. Lassen Sie sich doch bitte die entsprechende Bestätigung geben, um künftige Irritationen Autofahrender Rollstuhlfahrer beim Parken zu verhindern."

Grüße Klaus Steiner
Rollitechnik e.V.

Gerd Frank schrieb am 29.01.2010, 12:17

Harte Strafen.

Das diese rücksichtlosen Zeitgenossen die unberechtigter Weise auf einem Behindertenparkplatz parken müssten viel härter bestraft werden.
Die 35 € die bezahlt werden müssen sind einfach lächerlich.
Die Höhe der Strafe müsste 150€ kosten. Dazu müsste der Führerschein beim ersten Verstoss für einen Monat eingezogen werden.
Beim Zweiten für 3 Monate.
Beim dritten mal sollte eine MPU durchgeführt werden ob dieser o.g. Zeitgenosse überhaupt in der Lage ist zum Führen eines Fahrzeuges.
Dazu müsste es noch 3 Punkte geben.

Anders ist diesen Zeitgenossen nicht beizukommen. Wer meint so ein rücksichtsloses Verhalten an den Tag zu legen sollte besser laufen. Übrigens der Öpnv würde sich über zusätzliche Einnahmen diese o.g. freuen.



Ingrid Pütz schrieb am 29.01.2010, 11:37

Super

Hoffentlich überlebt Theo West diese Aktion. Ich finde sie super stark. Das NichtsSehende auto fahren ist schon
eine Klasse für sich. Das aG ist notwendig, nun dann. Doch eine Berichtigung, Gehörslose fahren Auto, die Aussage war nicht korrekt

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