
Rheinsberg (kobinet) Die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit schweren neurologischen Erkrankungen steht im Mittelpunkt einer Tagung am 27. März 2010 in Rheinsberg (HausRheinsberg - Hotel am See). Deutsche und europäische Wissenschaftler diskutieren neueste Forschungsergebnisse zum Locked-in Syndrom (LIS) und Brain-Computer Interfaces.
Ende 2009 hat der Fall des Belgiers Rom Houben für Aufmerksamkeit gesorgt, dessen Locked-in Syndrom erst nach mehr als 20 Jahren nach einem Verkehrsunfall mit schwerem Schädelhirntrauma festgestellt worden war. Bei vollem Bewusstsein vollständig gelähmt - ein Albtraum, der nach Hirnschädigung wie nach einem Schlaganfall oder Unfall vorkommt. Befunde, die auch heute noch oft palliativ oder bestenfalls stabilisierend behandelt werden. Betroffene aber bezeichnen die Locked-in Phase als Durchgangsstadium, das mittels frühzeitiger und andauernder intensiver Rehabilitation durchbrochen wird.
Die Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen (brain-computerinterfaces, BCIs) nutzt das stetig wachsende Wissen, wie der Mensch mittels seines Gehirns die Umwelt wahrnimmt und in ihr handelt. Dieses aktuelle Forschungsfeld kann auch Patienten im Locked-in Syndrom zugute kommen. Häufig ist deren Großhirnrinde unversehrt und so sind sie weiterhin in der Lage, Körperbewegungen zu planen und vorzubereiten. sch
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