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08.02.2010 - 22:05

Barrierefreie Ein- und Ausstiegshilfe gefordert.

Görlitz (kobinet) Bundestagsabgeordneter Ilja Seifert hat heute in seinem Wahlkreis barrierefreie Ein- und Ausstiegshilfen bei der geplanten Nachrüstung von Zügen dort tätiger Verkehrsunternehmen gefordert. Nach seinen Informationen ist eine Nachrüstung bei der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH und dem Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien mit ausfahrbaren Stufen als Brücke zwischen Zug und Bahnsteigkante im Gespräch.

"Auch Rollstuhlfahrern muss das Bahnfahren ermöglicht werden", so der Abgeordnete der Linken. Wenn derzeit eine Nachrüstung der Züge im Gespräch sei, müssten dabei die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen berücksichtigt werden. Es sei wesentlich einfacher und auch kostengünstiger, schon im Vorfeld eine barrierefreie Lösung einzuplanen, statt nach Umbau nachzubessern. Von einer Rampenlösung oder jeder anderen fahrzeuggebundenen Einstiegshilfe profitierten nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Eltern mit Kinderwagen, Senioren und Passagiere mit schwerem Gepäck. sch

 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Arnd Helinger schrieb am 09.02.2010, 15:08

Auch Niederflur braucht "Rampen"

So logisch sich der Vorschlag in der Theorie anhört, künftig einfach nur noch Niederflurfahrzeuge zu beschaffen und dadurch auf "Rampen" (besser: technische Einstieeghilfen) verzichten zu können, so unrealistisch ist er in der Praxis. Daran dürfte sich auf Jahrzehnte hinaus nur wenig ändern lassem.

Warum? Weil es allein im Bereich der DB aktuell vier zulässige Bahnsteighöhen für Neubauten und Altanlagen gibt - das reicht von 38 cm auf Nebenstrecken (z. B. Usedomer Bäderbahn) bis 96 cm bei S-Bahn-Netzen (z.B. Berlin, Hamburg, München) jeweils gemessen ab Schienenoberkante; in ICE-Bahnhöfen sind die Bahnsteige 76 cm (z. B. Hamburg Hbf, Kiel Hbf) oder 55 cm (Leipzig Hbf, Rostock Hbf, Weimar...) hoch. Fahrzeuge, die nicht wue die Berliner S-Bahnen nur in "ihrem" jeweiligen Teilnetz fahren sollen/können, müssen also - zumal EU-weit - an unterschiedlich hohen Bahnsteigen nutzbar sein. Hinzu kämen noch horizontale Abstände.

Daher sollte die Forderung eher lauten, die Einstieghilfen vom Bahnsteig in die Züge zu verlagern. Dass dies technisch machbar ist, zeigen ja u.a. die von der DB seit 1996 angeschafften Doppelstock-Steuerwagen und die elektrischen Nahverkwhrs-Triebwagen.

kay macquarrie schrieb am 09.02.2010, 00:45

Niederflur ist die Zauberlösung

Warum werden heute noch Züge mit Stufen gebaut? Würde auf Niederflur gesetzt, bräuchte es keine Rampen mehr.

Rampen sind Barrieren! Jedenfalls im Schienenverkehr: Für Rampen braucht es Personal und das ist nicht immer und schon gar nicht flächendeckend verfügbar.

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