Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu Barrierefreie Reiseziele
Werbebanner zu Netzwerk PROBudget
Werbebanner zu Hier könnte Ihr Werbebanner sein
Werbebanner zu Sommercamp 2012 selbstbestimmtes Leben
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
14.02.2010 - 00:32

Leonardo DiCaprio und Shah Rukh Khan auf dem roten Teppich.

Von kobinet-Redakteurin Anke Glasmacher

Berlin (kobinet) Mit Spannung erwartet wurde am gestrigen dritten Berlinale-Tag die Weltpremiere von Martin Scorseses neuem Film "Shutter Island" mit Ben Kingsley und Leonardo DiCaprio.

Der Film spielt 1954, mitten im Kalten Krieg. Die beiden Polizeibeamten Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo) werden auf die Insel Shutter Island beordet. Rachel, eine Patientin der auf der Insel befindlichen psychiatrischen Klinik, ist spurlos verschwunden. Brisant ist der Fall, weil in der Klinik nur forensische Patienten untergebracht sind. Die verschwundene Patientin ist eine mehrfache Mörderin, sie hat ihre drei Kinder umgebracht.
Daniels und sein Kollege befragen Ärzte, Pfleger und Patienten und stoßen auf zahlreiche Ungereimtheiten. Die Verantwortlichen, allen voran Dr. John Cawley (Ben Kingsley), verhalten sich wenig kooperativ. Daniels will die Untersuchung schon abbrechen, doch ein Hurrikan hält sie auf der Insel fest. Während sie auf die Fähre warten müssen, suchen sie auf eigene Faust nach der vermissten Patientin. Ihr Ziel ist ein gut bewachter Leuchtturm. Ein ehemaliger Patient hatte berichtet, dass dort eine geheime Abteilung des CIA sei, in der Experimente mit Menschen durchgeführt würden.
Doch je mehr Daniels recherchiert, desto häufiger wird er selbst von Flashbacks überschwemmt. Als Soldat war er bei der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau dabei. Die Bilder der Getöteten und der Überlebenden gehen ihm seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Außerdem hat er vor kurzem seine Frau verloren, die bei einem Brand ums Leben kam.
Seine eigene Geschichte und die Geschichten der Insel beginnen sich zunehmend vermischen.

Scorsese hat einen spannenden Film zur Weltpremiere nach Berlin gebracht. Düstere Bilder und Stimmungen, einen toll aufspielenden Leonardo DiCaprio, alles das sind Zutaten für einen guten Film. Doch: Die Geschichte ist zu verschachtelt, nimmt am Schluss einige Wendungen zu viel. Es fehlt ihr der Fokus. Obwohl "Shutter Island" einen kritischen Blick auf die Zustände der Psychiatrie in den 1950er Jahren wirft mit ihren zum Teil exzessiv durchgeführten Hirnoperationen (Lobotomien) an psychisch kranken Patienten, ein Film über die Zustände der Psychiatrie a la "Einer flog über das Kuckucksnest" ist er nicht.


Den Titel des dänischen Festivalbeitrages "Submarino" hat der frühere Dogma-Regisseur Thomas Vinterberg einer Foltermethode entliehen: Die Gefolterten werden dabei so lange unter Wasser gedrückt, dass sie glauben, sie müssten ertrinken.
Nick (Jakob Cedergren) und sein jüngerer Bruder (Peter Plaugborg) haben nur sich selbst. Einen Vater gibt es nicht, die Mutter ist Alkoholikerin. Eine Tragödie reißt die Familie endgültig auseinander. Erst mit 33 Jahren sehen sie sich auf der Beerdigung der Mutter wieder. Nicks Leben besteht aus Alkohol und Bodybuilding. Sein Bruder ist heroinabhängig. Aber da ist noch Martin (Gustav Fischer Kjærulff), der sechsjährige Sohn des Bruders. Für den ist Nicks Bruder bereit, alles zu tun. Auch zu dealen, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Dann wird er verhaftet. Die Tragödien sind noch nicht zu Ende.

"Submarino" ist ein realistischer, düsterer Film, der zwischen all der Hoffnungslosigkeit immer auch zwischenmenschliche Beziehungen und Zuneigung und kleine Momente des Glücks offenbart. Eine gute schauspielerische Leistung rundet diesen stillen, eindrucksvollen Beitrag ab.


"My Name is Khan", so heißt der neue Film mit Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan, der am Freitag Premiere hatte. Er spielt den aus Indien stammenden Muslim Rizvan Khan. Khan hat das Asperger-Syndrom. Seit dem Tod seiner Mutter lebt er mit seinem Bruder in Amerika. Der verschafft ihm einen Job als Vertreter, in dem er aufgrund seiner ungewöhnlichen Ehrlichkeit geschätzt wird. Während einer Verkaufstour lernt er Mandira (Rathore Kajol) und ihren Sohn kennen. Er verliebt sich in sie und schafft es, dass sie ihn heiratet. Doch dann kommen die Anschläge des 11. September. Das Leben für Muslime ändert sich schlagartig. Misstrauen und Hass schlägt auch der bislang angesehenen Familie Khan entgegen. Nach einem Überfall macht Khan sich auf den Weg durch Amerika, um dem amerikanischen Präsidenten zu sagen: "Mein Name ist Khan. Und ich bin kein Terrorist". Das geht allerdings gründlich schief.

Regisseur Karan Johar hat ein aktuelles Thema für eine klassische Bollywood-Produktion gewählt und geht damit ausgerechnet an die Urstätte des Tränendrüsengenres nach Hollywood. Doch bunte Farben, rhythmische Songs und schöne Schauspieler sind kein Garant dafür, ein ernstes Thema transportieren zu können. Den Autisten und die ernsthafte gesellschaftspolitische Debatte mag man Tom Hanks oder Dustin Hoffmann sehr wohl abnehmen, aber Shah Rukh Khan gibt diese Rolle der Lächerlichkeit preis. Schade. ag
 

 
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Erika Maria Giebels schrieb am 15.02.2010, 22:18

Shah Rukh Khan`s grossartigste Dastellung

Verehrte Frau Glasmacher,

beim Lesen Ihres Artikels stellten sich mir einige Fragen > Haben sie sich den Film angeschaut? Konnte der Film ihren Kopf verlassen und ihr Herz/Gefühl erreichen? Sind Sie vorurteilslos in die Vorstellung gegangen? Glauben Sie das nur vermeintlich intellektuelle Arthhouse-Movies oder finster/kalte Filme des Kommerzkinos mit hässlichen/menschenverachtenden Handlungen real/intelligent sind? Hat Schönheit und die Darstellung nicht peinlich/demütigender Darstellung der Liebe keinen Respekt verdient und könnte auch in der Kunst neue/alte Wege zeigen? Verdienen nur in der westlichen Welt produzierte Filme Ihren Respekt?
Shah Rukh Khan`s Darstellung eines Autisten übertrifft die von Dustin Hoffmann in der Glauwürdigkeit um einiges, seine Leistung verdient jede Beachtung und Auszeichnung. Auch schöne Menschen können wundervolle, ernstzunehmende Schauspieler sein.
Der Film "My Name is Khan" berührte mich wie noch kein Film. Die von grossartigen schauspielerischen Leistungen getragene Botschaft der Menschlichkeit und respektvoller Toleranz wird auf der ganzen Welt gesehen und verstanden werden.

Mit freundlichem Gruss
Erika Maria Giebels

Tina Lae schrieb am 15.02.2010, 16:01

"My Name is Khan" wurde nicht verstanden !

Sehr geehrte Frau Glasmacher !

Ich war entsetzt über Ihre Meinung des Filmes "My Name is Khan" und Shahrukh Khan.

Bevor Sie wieder solches unmögliches Zeug schreiben, schauen Sie sich den Film vorher an und recherchieren Sie gewissenhaft über die Darsteller. Sie haben entweder kein Herz oder den Sinn des Filmes nicht verstanden. Und das als Frau, womöglich noch Mutter - beschämend.

SRK hat die Rolle dieses autistischen Menschens hervorragend und ergreifend dargestellt. Die Handlung ist einfach und für jeden verständlich. Und die Aussage begreift auch ein Kind. Es gibt nur 2 Sorten Menschen auf dieser Welt: Gute und Böse. Da ist Religion, Herkunft und Hautfarbe völlig egal.

SIE scheinen das allerdings nicht ganz verstanden zu haben. Und SRK ist der weltweit beste Schauspieler, das beweisen wohl seine 3 Milliarden Fans. Er ist bei weitem nicht der schönste Mensch auf Erden, aber er hat das, was viele anderen nicht haben und das ist Charisma und Einfühlungsvermögen. Er strahlt Wärme und Liebe aus und er setzt sich für Gleichheit der Menschen weltweit ein.

Können Sie das von sich behaupten ????

Mit freundlichen Grüßen
Tina Lae

Monika Haser schrieb am 15.02.2010, 14:53

Warum nur immer dieses Schubladendenken ?



Liebe Frau Glasmacher,

mir ist es zuerst einmal vollkommen egal, ob ein Film aus Hollywood, Bollywood, China oder Takatukaland kommt. Mir ist wichtig, das mir ein Film "etwas gibt" ... ob nun auf emotionaler, intellektueller oder einfach unterhaltender Hinsicht.

Warum nur, wird immer alles in "Schubladen" verpackt ... Christen, Hindus, Muslime ... Schwarze, Weiße ... Hollywood, Bollywood ???
Warum ist immer "angeblich" eines gut und der andere "schlecht" ?
Warum sind bonbonfarbene Kostüme und attraktive Schauspieler oder eine Filmlaufzeit von 3 Stunden ein Manko und von vorneherein für Filmkritiker schon ein Grund der Ablehnung ?

Vor sechs Jahren hatte ich überhaupt erstmalig in Deutschland die Möglichkeit eine sogenannte "Bollywood-Schmonzette" anzusehen und nach zugegebenermaßen anfänglicher Verwirrung über Tanzszenen an plötzlich völlig anderen Schauplätzen, habe ich doch für mich die Andersartigkeit der indischen Filmemachart zu schätzen gelernt.
Heute liebe ich Hindi-Filme oder wie sie es vielleicht abtun würden ... Gefühlskino.
Nachdem ich ihre Zeilen gelesen habe, würde ich sie am liebsten fragen ... was ist falsch daran, sich mit ernsthaften Themen auch einmal auf der Gefühlebene auseinander zu setzen ???
Ich persönlich liebe es, mich in die Lage der Filmcharaktere hineinversetzen zu können.

Und was die schauspielerische Leistung eines Shah Rukh Khans angeht ... das irren wohl sie sich ganz gewaltig, denn die ist ganz und gar nicht lächerlich ... vielleicht mögen sie seine Ausdrucksweise nicht, aber Milliarden Fans auf der ganzen Welt können nicht irren !!!

Erika Maria Giebels schrieb am 15.02.2010, 13:58

Shah Rukh Khan`s bisher grossartigste Darstellung

Verehrte Frau Glasmacher,

beim Lesen Ihres Artikels stellten sich mir einige Fragen > Haben sie sich den Film angeschaut? Konnte der Film ihren Kopf verlassen und ihr Herz/Gefühl erreichen? Sind Sie vorurteilslos in die Vorstellung gegangen? Glauben Sie das nur vermeintlich intellektuelle Arthhouse-Movies oder finster/kalte Filme des Kommerzkinos mit hässlichen/menschenverachtenden Handlungen real/intelligent sind? Hat Schönheit und die Darstellung nicht peinlich/demütigender Darstellung der Liebe keinen Respekt verdient und könnte auch in der Kunst neue/alte Wege zeigen? Verdienen nur in der westlichen Welt produzierte Filme Ihren Respekt?
Shah Rukh Khan`s Darstellung eines Autisten übertrifft die von Dustin Hoffmann in der Glauwürdigkeit um einiges, seine Leistung verdient jede Beachtung und Auszeichnung. Auch schöne Menschen können wundervolle, ernstzunehmende Schauspieler sein.
Der Film "My Name is Khan" berührte mich wie noch kein Film. Die von grossartigen schauspielerischen Leistungen getragene Botschaft der Menschlichkeit und respektvoller Toleranz wird auf der ganzen Welt gesehen und verstanden werden.

Mit freundlichem Gruss
Erika Maria Giebels

M. f. schrieb am 14.02.2010, 18:35

Vorurteile haben klein Platz auf der Berlinale

Liebe Frau Glasmacher,
haben Sie überhaupt den Film "My name is Khan" gesehen? Haben Sie verstanden worum es in dem Film geht?
Ich denke nicht! Was können die Darsteller dafür, dass Sie so gut aussehen! Gehören nur in gute Filme unaktraktive Schauspieler? Oder meinen sie ,dass Menschen mit solch einem Syndrom unatraktiv sein müssen?
Ich finde SRK hat die Rolle sehr gut verkörpert. Sie vergessen ,dass "MINK" ein Bollywoodfilm ist. Nicht besser oder schlechter als Hollywood, aber eben anders! Und das ist auch gut so. Ich denke Sie haben eine feste Meinung von SRK!
Nur weil er kein amerikanischer oder europäischer Schauspieler ist, wird er von Ihnen ins Lächerliche gezogen.
Und das ist genau der Kern dieses Filmes! Nur weil er KHAN heißt, bedeut es nicht ,dass er kein guter Schauspieler ist!

PS.: Mein Name ist nicht Khan und ich bin auch kein Terrorist! :D

J. W. schrieb am 14.02.2010, 15:39

Diskriminierung!

Dieses Klischee Bollywood sei kitschig ist passee, spätestens nach dieser großartig Schauspielleistung von Shahrukh Khan in MNIK ist sein Platz etabiliert in der Welt der Super-Mega-Stars. Ups, ich kenne keiner der IHM das Wasser reichen khan. Shahrukh ist und bleibt der Beste, Populärste, Charismatiker, Demütiger und Phenomenal Schauspieler/Entertainer in dieser Planet. Sie und wir auch werden noch viel von Ihn hören. Sein Erfolg ist auf unabsehbarer Zeit gelegt.

K. E. schrieb am 14.02.2010, 14:18

Superleistung von SRK

Ich möchte den Reporter nicht als Bollywood-Unkundig hinstellen, dazu weiß ich zu wenig über dessen Recherchen. Aber Shah Rukh Khan lieferte eine hochgradigste Spitzenleistung. Es ist nicht der SRk den wir lieben gelernt haben, aber er spielt mit Herz und Verständnis. Das ganze Thema des Films ist aufwühlend und verleitet einen im höchsten Maße zum mitfühlen. Man erhält dadurch Verständnis einmal für die Krankheit und andererseits, und das ist vielleicht viel wichtiger, auch über die Problematik in und zwischen den Religionen. Aus dieser Sicht erhält man einen Einblick in die Gefühle und die Probleme mit denen im Ausland lebende Moslems und auch Hindus, oder Menschen aus anderen Religionen nach 9/11 konfrontiert wurden und werden. Das Thema ist schwierig aber SRK lief wie gesagt zu Höchstleistungen auf. Diesen Film zu negativ zu kritisieren, nur weil er anders ist und ein heikles Thema anspricht ist nicht gerechtfertig.
5 Sterne für MNIK!

Sonia Kayenberg schrieb am 14.02.2010, 12:34

Auf keinen Fall gibt Shah Rukh khan die Rolle der

Hallo,
ich habe mir gestern den Film angeschaut und ich muss sagen,dass Shah Rukh Khan den Rizvan super gut spielt, man vergisst dass er dieses Syndrom eigentlich gar nicht hat. Ich und die meisten Leute im Kino (auch Männer!) mussten den ganzen Film lang weinen und das beweist ,dass SRK die Rolle nicht der Lächerlichkeit preisgibt. Kann es vielleicht sein dass sie den Film gar nicht gesehen haben oder einfach nur denken dass Bollywood-Schauspieler nicht die selben (vielleicht sogar besseren )schauspielerischen Leistungen zeigen können? Ich finde es eine Unverschämtheit wie sie SRK darstellen! Er ist ein super Schauspieler,der seine Rollen immer ernst nimmt!

Mit freundlichen Grüßen
Sonia K.

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2012 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.