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kobinet-nachrichten 14.02.2010 - 12:41
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Bekenntnisse eines unabhängigen Schwerstmehrfachnormalen

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Berlin (kobinet) Zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung werde bald ein Beirat eingesetzt, in dem Betroffene die Mehrheit haben sollen, sagte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Hubert Hüppe in einem Interview, das gestern von der Zeitung "Die Welt" veröffentlicht wurde. Hüppe erwartet von allen Bundesländern, dass sie noch in diesem Jahr Maßnahmen ergreifen, um behinderten Kindern den Besuch der Regelschule zu ermöglichen, wie es die UN-Konvention vorschreibt, erklärte er in dem Interview.

Auf die Frage, ob seine Ziele auch die Ziele der schwarz-gelben Regierung seien, antwortete Hüppe, die Umsetzung der UN-Konvention stehe im Koalitionsvertrag. Er sei nicht Mitglied der Bundesregierung, sondern vertrete die Belange behinderter Menschen innerhalb der Bundesregierung. Notfalls werde er auch seine Stimme erheben, wenn eine Politik gegen Menschen mit Behinderung gemacht werde. Hüppe, der sein Amt ehrenamtlich ausübt: "Ich hatte keine Lust, wie ein Behördenleiter die Korrektheit derTelefonabrechnungen meiner Mitarbeiter zu kontrollieren. Außerdem habe ich jetzt eine höhere politische Unabhängigkeit. Das kann ja auch noch einmal nützlich sein."

"Das sage ich Ihnen als Schwerstmehrfachnormaler." Ein Scherz, so Hüppe, den Behinderte gerne über Nichtbehinderte machen, um einseitige Konzepte von Normalität auf die Schippe zu nehmen. hjr
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gerhard Lichtenauer "Daheim statt Heim" Österreich schrieb am 14.02.2010, 15:57

Eroberung des Selbstverständlichen

Ich freue mich, dass Herr Hüppe seine Aufgabe in dieser Unabhängigkeit von Partei und Bundesregierung definiert. Darauf habe ich gehofft, bete weiter dafür und wünsche ihm viel Erfolg.

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