![]()
Druckversion
kobinet-nachrichten
20.02.2010 - 19:09
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Dessau (kobinet) Am Ende der ersten Woche in Freiheit meldete sich Matthias Grombach bei der Redaktion der kobinet-nachrichten. Er berichtete, dass sein Elektrorollstuhl nach vier Tagen in der neuen Wohnung den Geist aufgab. Bis der neue geliefert wird, ist seine neu erworbene Freiheit schon wieder stark eingeschränkt. Dafür hat nun auch das Internet in sein neues Domizil Einzug gehalten. Nun erst konnte er die vielen Glückwünsche lesen, die ihn über die Leserbriefe auf die Nachricht von seinem Umzug am letzten Sonntag erreichten. Grombach: "Ich bin erstaunt und überwältigt über die zahlreichen Leserbriefe. Hierfür möchte ich mich bei allen recht herzlich bedanken!"
Bis der beantragte Ersatzrollstuhl geliefert wird, verlegt er sich darauf, Zukunftspläne zu schmieden und seinen Alltag zu organisieren. Für ihn sind diese Aufgaben Neuland, denn in all den Jahren zwischen Unfall und dem Altersheim wurde er zuhause von seinen Eltern versorgt.
Grombach weiter: "So wechselten sich in meiner internetlosen Zeit Gefühlschaos und gedankliches Zukunftsplanungschaos miteinander ab. Erst beim Lesen der vielen Antworten auf den Artikel und der damit verbundenen Anteilnahme wurde mir bewusst, dass meine Situation ganz offensichtlich nicht nur mich selbst interessiert, sondern auch viele Menschen, denen ich persönlich völlig fremd bin. Der große Zuspruch bestärkt mich darin, den richtigen Weg gewählt zu haben und ihn bis zu Ende weiter zu beschreiten. Ein besonders herzlichen Dank an all diejenigen, die mich auf diesem Weg unterstützt haben und mir zum Teil zu guten Freunden wurden!"
Heute bekam er Besuch aus Potsdam: Nina Waskowski besuchte ihn und brachte kleine Geschenke mit, die sie in seinen "Fan-Kreisen" eingesammelt hat.
Nicht nur er, auch seine neu erworbenen Freunde aus dem gesamten Bundesgebiet hoffen, dass die Sozialagentur diese Fakten nunmehr akzeptiert. Das geht aus den über vierzig Leserbriefen eindrucksvoll hervor. gba
Matthias Grombach schrieb am 21.02.2010, 18:29
Hallo Manfred,
Danke für deinen Tipp! Mein Sanitätshaus ist bemüht mir einen Ersatz-Elektrorollstuhl zu organisieren. Eine neue E-Rolli-Versorgung ist durch die Krankenkasse bereits genehmigt, es geht im Grunde genommen nur noch darum mit welchen Modell ich versorgt werde.
Mit den besten Grüßen,
Matthias Grombach
Manfred Keitel schrieb am 21.02.2010, 14:27
Lieber Matthias,
ich finde es immer noch - wie sollte es auch anders sein - einfach klasse, dass Du nach dem ganzen Ärger endlich Dein Ziel erreicht hast.
Leider kann so ein Elektrorollstuhl Monate auf sich warten lassen, da einige Krankenkassen und Sanitätshäuser alles andere als kundenfreundlich sind.
Bist mit einem eigenen Profil Du auf "Wer kennt Wen" unterwegs?
Gruppe: Hilfsmittel in Notfällen
www.wer-kennt-wen.de/club/hvr0clxr
Diese Gruppe ist leider kein Garant dafür, Dir in dieser Frage weiterhelfen zu können, doch je mehr Leute sich zusammenfinden, umso wahrscheinlicher wird es, dass jemand Antworten hat.
Mit den besten Wünschen
Manfred Keitel
Manuela H. schrieb am 21.02.2010, 00:15
gerade riesig für dich, Mathias. Du hast durchgehalten und es hat sich gelohnt. Diese Nachricht ist wunderbar. :-)
Gruß Manuela
Mary K schrieb am 20.02.2010, 23:01
H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H ! ! ! !
Fühl dich virtuell von mir umarmt. Ich wünsche dir ganz viel Glück und Zufriedenheit in deinem neuen,eigenen Reich.
Lieben Gruss
Mary
Edeltraud Ziegler schrieb am 20.02.2010, 22:37
Hallo Herr Grombach, schön, dass Sie jetzt all das lesen können, das Sie die ganze Zeit schon begleitet hat, ohne Ihr Wissen. Schade, dass der Elektro-Rolli jetzt schlapp gemacht hat. Aber Hauptsache, Sie sind ok und fühlen sich besser und wohl.
Viel Erfolg bei Ihrer weiteren Reise in die neue Freiheit.
Traudel Ziegler
© Kooperation Behinderter im Internet e.V.
Alle Rechte vorbehalten