
Berlin (kobinet) 40 Leuchttürme in Deutschland sollen, das erwartet Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen, neuen Mut gegen Armut und Ausgrenzung machen. Ihr Ministerium hat im Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung 40 Projekte ausgewählt, die von der EU-Kommission und dem Bund mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert werden. Zum heutigen nationalen Auftakt des Europäischen Jahres hat die Volkssolidarität ein Programm gegen Armut gefordert.
"Statt schöner Worte und folgenloser Lippenbekenntnisse sind wirksame Maßnahmen gegen die wachsende Armut von Millionen notwendig", erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes, Prof. Gunnar Winkler. "Die Volkssolidarität fordert ein Programm gegen Armut statt Milliarden für Krisenverursacher und Steuergeschenke an Unternehmen. Nur so kann dem gesellschaftlichen Skandal, dass mittlerweile jeder siebte Bundesbürger arm ist, ein Ende gesetzt werden. Die Tatsache, dass Armut für Millionen ein Dauerzustand ist, während Reiche immer reicher werden, bedroht den sozialen Frieden und die Demokratie."
Auf der Auftaktveranstaltung in Berlin werden heute Prominente als Botschafter des Europäischen Jahres vorgestellt. Ihre Statements können bereits auf der Kampagnenwebseite - Mit neuem Mut nachgelesen oder als Videos angesehen werden, die das Bundesministerium ins Netz gestellt hat. "Armut und soziale Ausgrenzung müssen uns umtreiben. Viele Menschen in unserem wohlhabenden Land spüren täglich, dass sie an Grenzen stoßen", meint die Ministerin.
Im Beirat, der letztlich über die zu fördernden Leuchtturm-Projekte entschieden hat, war auch der Deutsche Behindertenrat vertreten. sch