
Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch
München (kobinet) In einem fraktionsübergreifenden Beschluss hat der Bildungsausschuss im Bayerischen Landtag heute die Staatsregierung einstimmig aufgefordert, bis zum Sommer ein Konzept für eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter Schüler vorzulegen. Die Abgeordneten halten dies zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen für notwendig.
Die Lehrerbildung soll neu konzipiert werden, damit die Voraussetzungen für die völkerrechtlich verbindlich vorgeschriebene inklusive Schulbildung geschaffen werden. In Artikel 24 der UN-Konvention wird ein inklusives Bildungssystem gefordert, damit Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam die Schule besuchen.
Bayerns Landesbehindertenbeauftragte Irmgard Badura begrüßte das parteiübergreifende Vorgehen. Der Beschluss zeige, dass die Umsetzung der Konvention in diesem Bundesland als wichtige Aufgabe von allen Parteien ernst genommen werde. "Der schulische Bereich nimmt eine Schlüsselrolle ein, wenn es darum geht, allen Kindern und
Jugendlichen eine gleichberechtigte Teilhabe in unserer Gesellschaft zu ermöglichen", erklärte Badura. "Je früher wir gemeinsames Lernen ermöglichen, umso früher gelingt Inklusion in unseren ´erwachsenen` Köpfen." sch