
München (kobinet) Nach erfolgreicher Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Kanada wird das deutsche Team morgen zur Willkommensfeier in München erwartet. Auf dem Marienplatz verabschieden die Fans zugleich Teilnehmer der Paralympics, die vom 12. bis 21. März in Vancouver und Whistler stattfinden.
Die Olympia-Mannschaft wird gegen 13.15 Uhr in einer Lufthansa-Maschine auf dem Münchner Flughafen landen und in die Innenstadt fahren. Am Siegestor startet dann ein Autorkorso zum Marienplatz, wo das Team ab 16.30 Uhr ähnlich wie 1968 nach den Spielen in Grenoble vom Balkon des Rathauses seinen Anhängern zujubeln solll. Die Olympiasieger werden sich ins Goldene Buch der Landeshauptstadt München eintragen.
Wenige Tage später werden Aktive und Betreuer zu den Paralympics aufbrechen. Zum 20-köpfigen Wettkampfteam gehört erstmals Andrea Eskau. Die Goldmedaillengewinnerin im paralympischen Straßenrennen mit dem Handbike ist im Winter auf den Schlitten umgestiegen und hat sich auf Anhieb für die Paralympics in Kanada qualifiziert.
Im Vorfeld der Spiele hatte Friedhelm Julius Beucher die Ungleichbehandlung der deutschen Paralympics-Teilnehmer im Vergleich mit den Olympia-Teilnehmern kritisiert. Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes sagte: "Wir sind noch nicht da angekommen, wo wir hinwollen." Er hat vergangene Woche den Sportausschuss des Deutschen Bundestages - dem er in seiner Zeit als Parlamentarier von 1998 bis 2002 vorsaß - dazu gebracht hatte, bei der Stiftung Deutsche Sporthilfe schriftlich gegen die vergleichsweise geringe Prämierung von Paralympics-Erfolgen zu protestieren. Olympiasieger bekommen 15.000 Euro, Goldmedaillengewinner der Behindertenspiele müssen sich mit 4.500 Euro zufriedengeben. "Das ist falsch, das ist schief", klagte Beucher und forderte die im Grundgesetz verankerte Gleichbehandlung. sch