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kobinet-nachrichten 01.03.2010 - 10:56
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Gemeinsam von Anfang an

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Bonn (kobinet) Vor zehn Jahren wurde aus der Aktion Sorgenkind die Aktion Mensch. "Von der Aktion Sorgenkind zur Aktion Mensch, das war und ist viel mehr als nur die Änderung eines Namens. Mit diesem Schritt wollte die Aktion Mensch im Jahr 2000 eine neue Sichtweise über Menschen mit Behinderungen etablieren: weg von Sorgenkindern, um die man sich kümmert, hin zu gleichberechtigten Mitbürgern", erklärte heute Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch, zum Jubiläum der Namensänderung.

Auf den Tag genau vor zehn Jahren gab sich die Aktion Mensch den neuen Namen. Ziel war und ist, die Stellung von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu verändern: weg von Ausgrenzung - hin zur Einbeziehung aller, weg von Mitleid - hin zu Teilhabe und Anerkennung.

"Gemeinsam von Anfang an, das ist unsere Vision, die schon vor zehn Jahren so gültig war wie heute", betonte Georgi. "Die Aktion Mensch streitet für das uneingeschränkte Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen. Deshalb unterstützen wir Projekte die zeigen, dass und wie Inklusion gelingt."

Inklusion - der Begriff steht für den Anspruch, Menschen mit Behinderung von vornherein als Teil der Gesellschaft zu begreifen. Es geht darum, jedem in seiner Besonderheit Teilhabe zu ermöglichen. Das bedeutet gleiche Chancen für alle im Bildungssystem, am Arbeitsmarkt, bei Wohnmöglichkeiten und der Zugänglichkeit von Arztpraxen, Internetangeboten oder Universitäten. Um das durchzusetzen, initiiert die Aktion Mensch auch gezielte Aufklärungskampagnen, wie beispielsweise im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai.

Vom Sorgenkind zum Menschen
Kritik an dem Begriff "Sorgenkind" war bereits in den 1980er Jahren laut geworden. Insbesondere Menschen mit Behinderungen und ihre Selbsthilfeorganisationen wiesen energisch auf ein grundlegendes Problem hin: Sie wollten keine Fürsorge, sondern ein gleichberechtigtes Miteinander. Diese Forderung griff die Aktion Mensch mit ihrer Kampagne "Ich will kein Mitleid, ich will Respekt" in den 90er Jahren auf. Im Jahr 2000 gab sich die Sozialorganisation nicht nur einen neuen Namen, sondern veränderte auch ihre Förderpolitik. Seitdem fördert die Aktion Mensch auch Projekte, die Menschen mit Behinderungen den Eintritt in den so genannten ersten Arbeitsmarkt ermöglicht oder die gemeindenahes Wohnen für Menschen mit Behinderung realisieren. sch
 

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