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02.03.2010 - 10:50

Unterschriften gegen Kopfpauschale.

Berlin (kobinet) Die Sozialdemokraten zeigen sich zufrieden mit der Resonanz ihrer gestern gestarteten
Unterschriftenkampagne gegen die Kopfpauschale im Gesundheitswesen. Mit der Kampagne sollen die Pläne der schwarz-gelben Regierung gestoppt werden, die das Solidarprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung zerstören würden. Parteivorsitzender Sigmar Gabriel sieht bei Einführung einer Kopfpauschale das Kernversprechen des Sozialstaats gefährdet: "Wenn du krank wirst, wirst du nicht arm. Wenn du arm bist, wirst du nicht krank." Auf der Kampagnen-Webseite haben bis heute Morgen bereits fast 12.000 Unterstützer die Petition unterzeichnet.

Die SPD will die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai auch zu einer Abstimmung über die Kopfpauschale machen. Die Bürger könnten durch einen Regierungswechsel im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland ein Stoppsignal gegen die Kopfpausche setzen und die schwarz-gelbe Mehrheit im Bundesrat kippen, sagte Gabriel. Ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske gehört zu den ersten Unterzeichnern der Aktion. Er sagte im Falle einer Einführung der Kopfpauschale "Riesenfinanzprobleme" voraus. Die Bezieher unterer und mittlerer Einkommen müssten dann den geplanten steuerlichen Ausgleich selbst finanzieren. "Die Mehrheit der Deutschen lehnt den Systemwandel ab", sagte der Gewerkschaftschef. sch

 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

R. L. schrieb am 03.03.2010, 00:21

"Kopfpauschale und was dann".

Auf lange Sicht sollen die steigenden Gesundheitskosten vom Lohn abgekoppelt werden, um die Lohnzusatzkosten im internationalen Wettbewerb zu reduzieren. Das ist es, man hat nur eines im Sinn die Arbeitgeber weiter zu entlasten.
Die Kernprobleme des Gesundheitssystems bleiben ungelöst.
Keiner greift die Pharmakonzerne an, die ihre Arzneimittel zu überzogenen Preisen an den Markt bringen. Keiner wert sich gegen die überzogenen Tagessätze von 600 Euro und mehr, die Krankenhausverwaltungen den Kassen in Rechnung stellen. Keiner steht auf, wenn für eine Leukämieerkrankung 73000 Euro und die zuvor schon angeführten Krankenhaustagessätze berechnet werden. Keiner wert sich, wenn …
So könnte man ganze Seiten füllen!

Und wir lassen uns wieder von den Politikern manipulieren. Jeder klagt darüber, wie viel er für seine KV bezahlen muss und vergisst ganz, dass er nach dieser Reform noch mehr zu bezahlt hat. Wir fangen an mit den Hufen zu scharen, wir wetzen die Elenbogen und gehen Gengen jeden der weniger bezahlt. Stellen ein System in Frage welches über lange Zeit funktionierte, für das unsere Großeltern und Urgroßeltern gestreikt und gekämpft haben. Vielleicht versteht die nächste Generation, was hier angezettelt worden ist. Wir sind ja nicht in der Lage unsere Interessen gegenüber den politischen Gremien zu artikulieren, wir lassen uns lieber das nächste Gewicht auf die Schulter legen und klagen dann lautlos dahin.


PS. Ich bin sehr dafür das allen Kranken geholfen wird, auch denen die an Leukämie erkrankt sind. Leider ist mir nur dieser Verrechnungssatz bekannt.

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