
Berlin (kobinet) Am Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderung soll es neben der Demonstration vor dem Bundeskanzleramt noch eine weitere Demonstration in der Hauptstadt geben. Der Berliner Behindertenverband (BBV) und der Landesverband Berlin-Brandenburg des Sozialverbands Deutschland (SoVD) haben jetzt zu einer "großen Menschenkette" aufgerufen, um Politikern aller Ebenen ein Licht aufzustecken.
Unter dem Motto "Ihr braucht uns nicht erst zu integrieren: Wir sind schon da!" soll symbolisch das Brandenburger Tor (ein Zentralort der Zivilgesellschaft) mit dem Reichstag (ein Zentralort der Politik) verbunden werden, erfuhr kobinet heute von den Initiatoren.
Als Forderungen werden in dem vom BBV-Vorsitzenden Ilja Seifert und dem 1. SoVD-Landesvorsitzenden Michael Wiedeburg unterzeichneten Aufruf genannt:
- UN-Behindertenrechtskonvention rasch, gründlich und mit uns umsetzen!
- umfassendes Diskriminierungsverbot jetzt!
- gemeinsam lernen - selbstbestimmt leben - frei sein
- Barrierefreiheit, Nachteilsausgleich, Teilhabesicherung jetzt!
- Nutzen-für-Alle-Prinzip durchsetzen!
Zur Demonstration vor dem Bundeskanzleramt hatte zuvor der Förderverein der Bundesinitiative "Daheim statt Heim" aufgerufen (kobinet 25.2.10). "Wir werden am 5. Mai wieder ein Zeichen setzen, damit diese Gesellschaft ihre Verantwortung gegenüber Menschen mit Behinderung und ihren Familien endlich wahrnimmt", so die Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzende des Fördervereins, Silvia Schmidt. sch
britta schwill schrieb am 05.05.2010, 15:11
ich bin froh das es viele verschiedene Gruppen gibt die sich für die rechte der Behinderten einsetzen. Leider gibt es unter den CONTERGANGeschädigten viel Gruppen und Grüppche und somit viel zu viele unnötige Machtkämpfe der Einzelnen.
Nur gemeinsam schaffen wir das ZIEL= gerechte Entschädigung und sofortig Auszahlung der Sonderzahlungen.
Wir benötigen jetzt finanzielle Unterstützung um selbstbestimmt zu über-leben. Die Verlagerung der Kosten für Hilfsmittel und Hilfsmassnahmen auf Krankenkassen und anderer Träger ist eine unverschämtheit gegenüber ALLEN anderen Behinderten die KEINEN Schädiger haben.
CONTERGAN = GRÜNENTHAL
Die damalige Politik hat für den heutigen zustand gesorgt.
Die heutige Politik soll endlich die Verantwortung übernehmen und ihrer Pflicht gerecht werden.
Damit ENDLICH MAL RUHE IST !!!!
Bernd Iglu schrieb am 10.04.2010, 09:22
und die Karawane zieht weiter ...
Cui bono? (de.wikipedia.org/wiki/Cui_bono)
Gruß Bernd Iglu
xxxxxx xxxxxx schrieb am 10.04.2010, 01:32
Mit großem Erschrecken und Bedauern mussten wir zu Kenntnis nehmen, dass nicht der offizielle, vom Büro des Abgeordneten Ilja Seifert mit verfasste Hauptaufruf zu einer großen Menschenkette am 5.5.10 durch die ICTA (zumindest Udo Herterich) verwendet wird, sondern eine Vorversion, auf der das Contergannetzwerk als Unterstützer nicht erscheint.
Wir wissen nicht, welcher Motivationslage dieses Vorgehen geschuldet ist. Jedenfalls ist bei uns der Eindruck erweckt, dass sich Udo Herterich, bzw. die ICTA (von der wir eigentlich hörten, dass sie überhaupt nicht mehr existiere) zum alleinigen conterganopferspezifischen Organisator aufschwingen will.
Für das Contergannetzwerk zählt einzig und alleine das Ziel, eine profunde Verbesserung in der Lebenssituation Contergangeschädigter und überhaupt behinderter Menschen in Deutschland zu erreichen.
Wir weigern uns, uns auf die gerade von einigen conterganspezifischen Vereinigungen gerne betriebenen rivalitären Spielchen einzulassen.
Demgemäß wird es ein Zusammenwirken bei der Veranstaltung am 5.5.2010 zwischen der ICTA/ Udo Herterich und dem Contergannetzwerk nicht geben.
Aus diesem Grunde erklären wir unsere Absage an der Veranstaltung vom 05.05.2010!
Mit besten Grüßen
Contergannetzwerk
Christian Stürmer Vorsitzender