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16.03.2010 - 06:10

Kopfpauschale verunsichert Patienten.

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK Deutschland kritisierte die Pläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, ab 2011 eine zusätzliche Kopfpauschale von voraussichtlich 29 Euro im Monat einzuführen. VdK-Präsidentin Ulrike Mascher erklärte, dass die gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmer und Rentner durch solch unausgegorene Pläne nur verunsichert werden.

"Krankenversicherungsbeitrag, Zusatzbeitrag, Kopfpauschale oder Gesundheitsprämie, Sonderbeitrag und Sozialausgleich - Wer soll das noch durchschauen? Bereits der Gesundheitsfonds war eine Fehlkonstruktion, doch jetzt droht wohl wirklich ein bürokratisches Monstrum", so Ulrike Mascher. Die geplanten 29 Euro Kopfpauschale bedeuten nach Auffassung des VdK für Geringverdiener und Rentner eine erhebliche zusätzliche Belastung, die nicht durch das Wegfallen des 0,9-prozentigen Sonderbeitrags ausgeglichen werden könne. Der von Bundesgesundheitsminister Rösler versprochene Sozialausgleich aus der Staatskasse würde Millionen Menschen zu Bittstellern machen.

Offen bleibe auch, ob Röslers Gesamtrechnung aufgehe. Zwar würde eine Kopfprämie in Höhe von 29 Euro rein rechnerisch für 14,7 Milliarden Euro Mehreinnahmen sorgen. Dem stehen aber Einnahmeverluste in Höhe von 10 Milliarden Euro durch den geplanten Wegfall des 0,9-prozentigen Sonderbeitrags gegenüber sowie ein für 2011 vorausgesagtes Defizit von 11 Milliarden Euro im Gesundheitsfonds und die notwendige Finanzierung des Sozialausgleichs in Höhe von 5 Milliarden Euro. "Solide finanziert sieht anders aus", erklärte die VdK-Präsidentin Mascher. moh
 

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