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22.03.2010 - 20:23

Behindertensport im Blickpunkt.

Berlin (kobinet) Die in Vancouver beendeten Paralympics haben den Behindertensport zeitweilig in den Blickpunkt der Medien gerückt. Die deutsch-kanadische Paralympics-Zeitung war mit einer Auflage von über 2 Millionen die größte unabhängige Zeitung zum Thema Behindertensport weltweit. Die Winterspiele brachten mit 13 Goldmedaillen, Doppel- und Mehrfachgold den bejubelten Platz 1 in der Nationenwertung für die deutsche Paralympics-Mannschaft, zeigten aber auch ernste Probleme auf.

„Mit Sicherheit sind diese Leistungen ein Ansporn für andere Menschen mit Behinderung. Und es ist zu hoffen, dass der Glanz der Spiele möglichst lange nachwirkt. Es ist zu wünschen, dass der Behindertensport generell mehr Aufmerksamkeit erfährt“, erfuhr kobinet heute von der behindertenpolitischen Sprecherin der Freidemokraten im Deutschen Bundestag, Gabriele Molitor.

Frank Höfle, Aktivensprecher und Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier, hat in Kanada Klartext geredet. Der Allgäuer nutzte die mediale Aufmerksamkeit der Winterspiele, um das loszuwerden, was ihm seit Jahren auf dem Herzen liegt: die vielfache Ausgrenzung von Behinderten und die mangelnden Verbesserungen in diesem Bereich. Höfle kritisierte Politik, Sport und Gesellschaft: "Die Teilhabe von Behinderten an der Gesellschaft findet nur in Sonntagsreden statt."

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, hatte schon vor den Spielen mehrfach gefordert, die Prämien für behinderte Sportler zu erhöhen. Olympiasieger bekommen von der Sporthilfe 15.000 Euro, behinderte Sportler nur 4500. Direkt nach den Spielen hat Beucher einen Termin mit Werner Klatten, dem Chef von Prämiengeber Sporthilfe. Beucher misst der Aufstockung der Prämien eine enorme Bedeutung bei. Es soll ein Zeichen der Gleichberechtigung, der Anerkennung und des Respekts für den Behindertensport sein. sch




 

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