
Berlin (kobinet) Bundessozialministerin Ursula von der Leyen und Bundesinnenminister Thomas de Maizière haben heute in Berlin gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Gehörlosen-Bundes, Rudi Sailer, das 115-Gebärdentelefon gestartet.
Damit haben gehörlose und hörbehinderte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mittels Gebärdensprache und Videotelefonie Auskünfte und Hilfestellungen der öffentlichen Verwaltung unabhängig von lokalen und verwaltungsinternen Zuständigkeiten zu erhalten. Rudi Sailer bezeichnete diesen Service als Anfang einer gesellschaftlichen Kommunikation, die noch viel weiter ausgebaut werden müsse.
Der Innenminister sieht den Start des 115-Gebärdentelefons als einen wichtigen Beitrag „der öffentlichen Verwaltung zur Verwirklichung barrierefrei gestalteter Lebensbereiche für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland“. Die Sozialministerin verwies darauf, dass auf Erfahrungen aufgebaut wird, die ihr Ministerium bereits seit 2007 mit einem Bürgertelefon per Videophonie für Gehörlose sammeln konnte. „Jetzt weiten wir dieses gut genutzte Angebot aus.“
Nutzer des Gebärdentelefons benötigen einen internetfähigen Computer oder ein Video-Telefon sowie einen sogenannten SIP-Videoclient (Session Initiation Protocol), der kostenlos im Internet heruntergeladen werden kann. Über die SIP-Adresse „d115@gebaerdentelefon.d115.de“ erfolgt der Zugang zum Gebärdenservice eines Dienstleisters des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die dort zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden speziell auf Auskunftsprozesse bei der Nutzung der D115-Wissensdatenbank geschult. Sollte eine Anfrage darüber hinausgehen, wird dem Anrufer die Aufnahme seiner Anfrage und ihre Weiterleitung an die zuständige Behörde angeboten. sch
Willi Huck schrieb am 27.04.2010, 15:12
Ich finde das Gebärdentelefon sehr gut, eine große Kommunikationshilfe für uns Gehörlose.
Danke sehr für die tolle Einrischtung.
Willi Huck