
Berlin (kobinet) Als unsozial und ungerecht bezeichnete die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, den Vorschlag des Chefs des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, den allgemeinen Mehrwertsteuersatz von aktuell 19 auf 25 Prozent zu erhöhen. Am Rande des VdK-Bundesverbandstags in Berlin lehnte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher diesen Vorstoß deutlich ab.
"Es ist natürlich verlockend, mit einer Mehrwertsteuererhöhung den einfachsten Weg zu gehen. Aber der einfachste Weg wäre Haushaltssanierung zu Lasten der Schwächsten. Mehrwertsteuer müssen alle zahlen, aber die Ärmsten trifft es am härtesten. Denn diese Bevölkerungsgruppe muss jetzt schon den Großteil ihres Einkommens für Güter des täglichen Lebens ausgeben", erklärte Ulrike Mascher.
Eine Mehrwertsteuererhöhung würde die Gefahr der Altersarmut noch zusätzlich verschärfen, warnte die VdK-Präsidentin. Schon jetzt sei die Inflationsgefahr durch die Griechenland-Bürgschaft enorm gestiegen. "Die größten Verlierer einer Inflation wären die Rentner, denen 2010 und 2011 Nullrunden bei der Rentenanpassung bevorstehen." Ulrike Mascher erneuerte ihre Forderung nach einer Rückkehr zur dynamischen Rentenanpassung durch die Abschaffung der Kürzungsfaktoren in der Rentenformel. moh