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06.07.2010 - 10:00

Kritik an Benachteiligung blinder und sehbehinderter Menschen.

Berlin (kobinet) Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), Christine Lüders, und der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, haben Benachteiligungen blinder und sehbehinderter Menschen bei Reisen kritisiert.

"Immer wieder erfahren wir von Fällen, in denen blinden und sehbehinderten Menschen die Begleitung durch Führhunde verweigert wird. Diese Menschen spüren dies
insbesondere in der jetzt beginnenden Reisesaison, trotz klarer Rechtslage und eindeutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse", sagten Christine Lüders und Hubert Hüppe nach einem Treffen, das heute in Berlin stattfand. Die EU-Verordnung über Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität aus dem Jahre 2008 sehe entsprechende Vorkehrungen für Begleithunde vor, zum Beispiel die kostenlose Beförderung in der Kabine. Auch die EU Verordnung über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr, die im Herbst 2007 in Kraft getreten ist, enthalte einen Anspruch auf Beförderung von Personen mit Behinderungen und Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Die Leiterin der ADS, Christine Lüders, sowie der Beauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, betonten: "Blinde und sehbehinderte Menschen müssen immer wieder darum kämpfen, ihren Blindenführhund mitzunehmen. Dabei haben etliche Studien belegt und auch das Bundesgesundheitsministerium bestätigt, dass grundsätzlich keine medizinisch-hygienischen Bedenken gegen die Mitnahme von Blindenführhunden und Assistenzhunden etwa in Lebensmittelmärkten, in Arztpraxen oder Museen durchgreifen. Die entsprechenden Stellen sind gefordert, sich endlich an diese klaren Fakten zu halten." moh
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Marita Brunswik schrieb am 06.07.2010, 12:46

Ausflug des Blinden-und Sehbehindertenverbandes

Ich habe mit mit meiner kleinen Firma auf barrierefreie Ausflüge und Reisen von Itzehoe aus für Schleswig-Holstein und Hamburg spezialisiert und freue mich Ihnen allen berichten zu können daß wir mit Mitgliedern und Gästen der Blinden- und Sehbehindertenverbände
Itzehoe ( Kreis Steinburg ) - Heide und Husum ( Kreis Dithmarschen ) am 03.Juli einen wunderschönen Ausflug mit dem rollstuhlgerechten Reisebus nach Büsum machten ( behindertengerechtes Restaurant ) und anschließend auf ein Ausflugsschiff in Tönning mit Fahrt auf der Eider / Eidesperrwerk und Seetierfangfahrt gingen.
Natürlich hatte ich vorher das Restaurant, Parkplätze und Schiff angesehen und dem Verband die räumlichen Bedingungen auch mit Photo mitgeteilt.

Vor Ort habe ich als Reiseleiterin den sehbehinderten Gästen die räumliche Anordnung, Stufen, Positionen der Sitzgelegenheiten, Aussehen des Schiffes, Position und Ausstattung der WC erklärt und war selbstverständlich an Bord während des Ausfluges mit behilflich kleine Unwägbarkeiten mit zu überbrücken. Es gibt keine perfekten barrierefreien und zugleich behindertengerechten Ausflugsziele und Räumlichkeiten.

Wir freuen uns Ihnen auch mitteilen zu können, daß wir 2 Blindenhunde sowohl im Bus als auch im Restaurant und auf dem Schiff hatten ! Keiner der 3 Firmen hatte seine Zusage für die Hunde verweigert.
Es war ein wunderschöner und stimmungsvoller Ausflug und die Gäste mit Sehbehinderung bzw. Erblindung haben sich gefreut und erlebt z.B. Muscheln, Tang, kleine Garnelen, Krabben und kleine Fische anfassen zu können bevor sie ins Meer zurückgekippt wurden.
Es geht !!!!!!
Marita Brunswik - Partnerin für barrierefreies Reisen
04821 641872 und auch BSK Kontaktstelle für Itzehoe und Umgebung

Durch Hilfe und Unterstützung des Schiffskapitäns und der Mannschaft

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