
Ein Nachruf von kobinet-Redakteur Gerhard Bartz
Berlin (kobinet) Wie das baden-württembergische Frauennetzwerk LIANE heute mitteilte, starb dessen erste Vorsitzende Susanne Krumpholz am vergangenen Donnerstag nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 51 Jahren. Die Krankheit, die sie überwunden glaubte, hat sie doch noch eingeholt. Susanne Krumpholz, die sich in Baden-Württemberg stark für behinderte Frauen engagierte, war zuletzt politisch sehr aktiv in Berlin tätig. Dort erarbeitete sie sich vielfältige Kontakte in die Politik und in die Verwaltungen. Dadurch konnte sie vielen Anliegen dort zu offenen Türen und Ohren verhelfen. Ihre Hauptthemen waren das Antidiskriminierungsgesetz und die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen. Gleichzeitig kümmerte sie sich nach wie vor um die Basisarbeit. So hat sie beispielsweise im letzten Jahr Stefan Krastel in Berlin betreut und mit dafür gesorgt, dass er für seinen Anlass für den Marsch nach Berlin - den Sorgen pflegender Angehöriger - wenigstens ein paar Termine erhielt.
Ähnlich wie bei Elke Bartz konnte man auch sie mit einer Kerze vergleichen, die an beiden Enden lodernd zehrte.
Die Selbstbestimmt-Leben-Bewegung Deutschlands, aber auch die LIANE-Frauen in Baden-Württemberg verlieren mit Susanne Krumpholz eine engagierte Streiterin nicht nur für die Rechte behinderter Frauen. Ich verliere mit ihr eine Freundin, die mir sehr oft geholfen hat, Probleme aus anderen Perspektiven zu beleuchten. Sie wird in den Früchten ihrer Arbeit weiterleben.
Margit Marion Mädel schrieb am 15.07.2010, 17:53
ein Mensch lebt solange wie man an ihn denkt,
erst wenn wir ihn vergessen ist er wirklich tot!
Dich liebe Susanne vergesse ich nie, Du warst das Licht, Du warst die Freude
und Du warst...für viele ein Engel auf Erden.
Viel zu schnell nahm man Dich aus meinem Leben und ich verliere eine echte Freundin.
Doch die wenige Zeit die wir miteinander verbrachten hat mich sehr
bereichert.
Danke, ich werde Dich sehr vermissen.
Deine Freundin
Margit und Thomas aus Höxter
Petra Marek schrieb am 12.07.2010, 16:45
Mit Susanne haben wir erneut eine tolle, warmherzige, stark engagierte Mitstreiterin in der Frauen/Behinderten/Bewegung für immer verloren.
Das macht mich sehr betroffen, denn auch ich hatte mit Ihr immer einen sehr inovativen Austausch!
Was bleibt sind wirklich die Errungenschaften ihrer Arbeit, die guten Ideen und lebensfrohen Lebensentwürfe!
Ihren vielen Freunden/Innen- Mitstreiterinnen und Angehörigen wünsche ich hiermit von Herzen meine tiefe Anteilnahme.
Eines weis ich, wenn es einen Himmel für so engagierte Frauen, wie es Susanne war, gibt, na dann hat Sie dort bestimmt eine VIP Wolke bekommen.
Petra Marek
Dt. Sarkoidose Geseellschaft e.V. LD S-H
BAMS e.V.
bbe e.V. Vorstand
Bibez HD
Netzwerkfrauen Bayern schrieb am 12.07.2010, 12:52
Mit großer Bestürzung erfuhren wir von dem überraschenden Tod von Susanne. Uns fehlen die Worte. Sie war eine tolle Frau, die eng mit uns zusammenarbeitete und stets ihre warmherzige, menschliche Seite in ihre Arbeit einbrachte. Einige von uns kannten Susanne persönlich und schätzten ihre offene und liebenswerte Art. Wir versuchten gemeinsam die Rechte für Frauen mit Behinderung umzusetzen. Ohne ihr Engagement wäre LIANE nicht das was es heute ist.
Sie wird uns fehlen
im Namen der netzwekfrauen-bayern,
Esther Hoffmann, Lieve Leirs und Ute Strittmatter
Petra Gross schrieb am 11.07.2010, 15:17
"Susanne Krumpholz ist gestorben"
Ich wünsche Herzliches Beileit an der Fam und so ich Werde Susanne immer im Herzen halten
oh man warum müssen immer nur liebe menschen von uns gehen ich versteh es nicht
Eure Petra Aus Kassel
Nina Waskowski schrieb am 11.07.2010, 13:33
"Lass uns einen Kaffee zusammen trinken, wenn du mal wieder in Berlin bist." war Dein letzter Satz am Telefon. Dazu ist es nun zu spät. Für Deine Ideen ist es nicht zu spät! Sei Dir sicher, Deine E-Mails und die darin festgehaltenen Gedanken und Ideen sind nicht nur im PC gespeichert, sondern auch in meinem Kopf und in den Köpfen vieler anderer Menschen. Auch, wenn Du die Umsetzung nun nicht mehr erleben kannst, wird Dein Kampf von Deinen Mitstreitern und Kollegen weiter ausgefochten.
ursula lehmann schrieb am 11.07.2010, 13:12
ich bin schockiert über den Tod von Susanne, hatten wir uns noch kurz vor der Krankenhausaufnahme elektronisch kontaktiert. Als Susanne sich in Berlin auffällig stark engagierte beobachtete ich das kritisch. Sehr oft schon profilierten sich hyperaktive Neulinge und ließen uns Betroffene wie eine heiße Kartoffel wieder fallen. Gerade hatten Susanne und ich uns angenähert und diese Pflanze war am gedeihen. Eine hoffnungsvolle Zusammenarbeit bahnte sich an, jemand hat dies vorzeitig beendet.
Susanne, danke, dass wir Dich für eine unbestimmte Zeit unter uns haben durften
Deine USCHI L.