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kobinet-nachrichten
15.07.2010 - 09:35
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Berlin (kobinet) Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes entwickelt mit Hochschulen Standards für Diskriminierungsfreiheit im Bildungsbereich, erfuhr kobinet heute von deren Leiterin Christine Lüders.
Ein jetzt gestartetes Modellprojekt "Diskriminierungsfreie Hochschule. Mit Vielfalt Wissen schaffen" untersucht, wie Studium, Forschung und Lehre, aber auch der nichtwissenschaftliche Bereich diskriminierungsfrei gestaltet werden können. Kernstück ist die Entwicklung eines Indikatorensystems, um Benachteiligungen etwa beim Zugang zum Studium, bei der Zusammensetzung von Hochschulgremien oder bei Stellenbesetzungen feststellen zu können.
Ergebnis soll bis Ende 2011 ein Praxishandbuch sein, das Hochschulen hilft, Benachteiligungen aufgrund von Alter, Behinderung, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung und sexueller Identität zu erkennen und zu vermeiden.
An dem Projekt beteiligen sich zehn Hochschulen aus west- und ostdeutschen Bundesländern: die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus, die Universität Duisburg-Essen, die Fachhochschule Erfurt, die Universität Hamburg, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität zu Köln, die Hochschule Mannheim und die Technische Universität München. Mit der Durchführung wurde die Prognos AG beauftragt.
Christine Lüders betonte: „Hochschulen bilden zukünftige Führungskräfte aus, die mit ihrem Wissen und ihren Kompetenzen maßgeblichen Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen und Unternehmenskulturen haben werden. Gelingt es an Hochschulen, eine Kultur der Antidiskriminierung zu verankern, können die dort ausgebildeten Fachkräfte Multiplikatoren für einen fairen Umgang in der Arbeitswelt und darüber hinaus werden.“ sch
Wasilios Katsioulis schrieb am 15.07.2010, 11:34
www.disabilityright.com/2010/07/schreiben-amnesty-international-antwort.html
Selda Gültekin schrieb am 15.07.2010, 10:46
Auf die Resultate dieses Projektes darf man gespannt sein. Für wie tollerant halten sich die Menschen oder Hochschulen, wenn sie mit Menschen außerhalb der gesellschaftlichen Norm berührt sind? Ich bin guter Dinge und kann nur hoffen, dass Ausgrenzung/Diskriminierung im schlimmsten Fall nur partiell auftritt.
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