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kobinet-nachrichten 20.07.2010 - 06:17
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Lob für barrierefreie Seilbahn

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Koblenz (kobinet) Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat ausdrücklich die Barrierefreiheit der neuen Seilbahn in Koblenz gelobt, die mit ihrer atemberaubenden Fahrt über den Rhein nächstes Jahr bei der Bundesgartenschau in Koblenz eine der Hauptattraktionen sein wird.

Der Ministerpräsident lobte die neue Seilbahn als eines der modernsten öffentlichen Verkehrsmittel in Rheinland-Pfalz: "Andere Städte bauen U-Bahnen und graben in die Tiefe. Koblenz lässt seine Bürger und Gäste über den Rhein schweben." Die Seilbahn eröffne ganz neue Perspektiven und eine neue, rheinübergreifende Verbindung zwischen den Stadtteilen. "So bequem und einfach sind die Koblenzer in ihrer gut 2000-jährigen Geschichte noch nie auf die Festung Ehrenbreitstein gekommen", sagte Beck und lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Barrierefreiheit der Anlage. Seit dem 4. Juli bis zum 3. Oktober dieses Jahres wird die Seilbahn in Betrieb sein und dann nach der Winterpause von der Eröffnung der Bundesgartenschau am 15. April 2011 an insgesamt drei Jahre fahren. Bereits im frühen Stadium der Planungen für die Bundesgartenschau hatten sich der Landesbehindertenbeauftragte und die rheinland-pfälzischen Behindertenverbände für eine weitgehend barrierefreie Bundesgartenschau 2011 stark gemacht. Mit regelmäßigen jour fixe Terminen werden die Planungen nun begleitet. Demnächst soll beispielsweise wieder ein Ortstermin stattfinden, bei dem die einzelnen Ausstellungsorte in Augenschein genommen werden. moh
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Helmut Rodde-Worm schrieb am 24.07.2010, 16:33

Oh, welch ein Jammer!

Vor kurzer Zeit stand ich mit eRolli am Deutschen Eck und sah den Gondeln der Seilbahn nach. Zu gerne möchte ich auf Ehrenbreitstein und in die neue Jugendherberge (ist noch nicht fertig umgebaut). Es war vor der offiziellen Eröffnung der Seilbahn.
Nun zu lesen, wie "barrierefrei" die Seilbahn ist und vor allem, dass dann auf der Höhe nichts barrierefrei ist, das ist schon der Hammer.
Ich fuhr mit dem Bus (mit Einstiegshilfe) über den Rhein und guckte mir die Straße an, die zur Jugendherberge führt. Vergiss es, Helmut, das Gefälle ist heftig und ob mein eRolli das schafft, habe ich mich nicht getraut auszuprobieren. Der Neubau der Jugendherberge wird mit Millionenaufwand bis Ende 2010 fertig gestellt. Wie ich diese JH erreichen soll, das weiß ich allerdings nicht.

Gabi H. schrieb am 22.07.2010, 22:32

Die Seilbahn ist kaum barrierefrei ...

... auch wenn Herr Beck das so sieht.

* Im Inneren der Kabine sind Bänke fest installiert. Es ist nur Platz für einen Rollstuhl, der im Eingangsbereich stehen bleiben muss. Also als letzter reinfährt und als erster wieder raus. Mehrere Rollifahrer, die gemeinsam die Attraktion genießen, sind anscheinend nicht vorgesehen.

* Die Kabine bewegt sich seitwärts in den Stationen. Dieses Ein- und Aussteigen ist für Läufer schon gewöhnungsbedürftig. Nur auf mehrfaches Bitten hielten die Mitarbeiter die Kabinen vollständig an, damit auch gehbehinderte Menschen sicher einsteigen konnten.

* Während des Probebetriebs bis Oktober 2010 gibt es auf der Bergstation für Rollstuhlfahrer nichts zu sehen, da das Festungsgelände nicht barrierefrei zugänglich ist. Wer sich einen übersteilen Weg herunter traut steht schliesslich doch vor vielen vielen Treppen. Auch wenn man von hieraus einen kurzen Blick auf das deutsche Eck erhaschen könnte: Die Aussicht ist fast vollständig von Büschen zugewachsen, die anscheinend nicht gepflegt werden.
Einen Hinweis, dass nach der Fahrt mit der Bahn nichts dolles auf Rollifahrer wartet, gibt es nicht im Tal (bevor man das Ticket kauft) sondern erst oben ...

* Für dieses Erlebnis zahlt man dann 8,00€. Eine Ermäßigung gibt es weder für behinderte Menschen, noch Arbeitslose, Rentner oder Studenten.

Traurig.

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