
Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch
Ingolstadt (kobinet) "Ein Ort der Begegnung reift zum Projekt das Selbstbestimmung fördert und Barrieren durchbricht". Mit diesen Worten lobte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer das Gehörlosen-Zentrum in Ingolstadt.
"Als Sozialministerin weiß ich, welchen großartigen Werdegang das Gehörlosen-Zentrum Ingolstadt in den letzten Jahren genommen hat", betonte die Politikerin mit Blick auf das zweite Sommerfest im Gehörlosenzentrum Ingolstadt am 24. Juli. Unter dem Motto "Leben wie DU und ICH" veranstaltete das Zentrum im Rahmen des Sommerfestes auch einen Tag der Offenen Tür. Die Ministerin bekräftigte den hohen Stellenwert, den sich das Gehörlosenzentrum in den letzten Jahren erarbeitet hätte. "Viele Menschen haben im Gehörlosenzentrum eine zweite Heimat gefunden, sie fühlen sich hier verstanden. Als Ort der Bildung, Beratung und Information für hörbehinderte Menschen hat es sich zu einer besonderen Stätte der Begegnung und Teilhabe entwickelt. Dabei wurde das Angebot kontinuierlich erweitert: seit 2009 gibt es einen Beratungsdienst für hörbehinderte Menschen, der vom Bayerischen Sozialministerium unterstützt wird", so Christine Haderthauer.
Die Ministerin betonte, dass die gleichberechtigte Integration von Menschen mit Behinderung ein zentrales Ziel bayerischer Sozialpolitik sei und verwies auf das Bayerische Behinderten-Gleichstellungsgesetz von 2003 als Meilenstein der Selbstbestimmung und Barrierefreiheit. "In diesem Gesetz wurde erstmals die Deutsche Gebärdensprache als eigenständige Sprache anerkannt und hörbehinderten Menschen wurde das Recht zugesprochen im Umgang mit Behörden diese benutzen zu dürfen." Christine Haderthauer bedankte sich bei allen Verantwortlichen und Partnern für dieses integrative Gemeinschaftsprojekt und versicherte, auch in Zukunft würden die Sorgen und Bedürfnisse hörbehinderter Menschen in ihrem Ministerium wahrgenommen. Wörtlich sagte sie: "Wir werden weiterhin sowohl beratend als auch unterstützend an Ihrer Seite stehen und mit Ihnen gemeinsam das Bewusstsein für hörbehinderte Menschen in der Gesellschaft vergrößern". moh