Mainz (kobinet) Dass Mainz eine Reise wert ist, das wusste der Experte für barrierefreien Tourismus, Hans Kreiter, schon lange. Nach dem Test des mittlerweile mit einem Hublift ausgestatteten Gutenberg-Express, der Tourismusbahn der Stadt Mainz, ist er davon noch mehr überzeugt.
Begleitet wurde Hans Kreiter bei dem Test des Gutenberg-Express von der Behindertenbeauftragten der Stadt Mainz, Marita Boos-Waidosch, und dem rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten, Ottmar Miles-Paul. "Auch wenn man die Halterung in der Tourismusbahn noch etwas verbessern kann, ist das eine echt tolle Sache", so Hans Kreiter, der mit der Rundfahrt mit dem Gutenberg-Express ganz neue Seiten von Mainz kennen lernen konnte. Die gut einstündige Tour war für Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer bisher gar nicht oder nur schwer möglich. Nachdem es lange Zeit gar keine Möglichkeit der Mitfahrt in der Bahn gab, wurde letztes Jahr eine Rampe installiert. "Das war für Rollstuhlfahrer völlig unzureichend und auch nicht sicher. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass ein Hublift installiert wird, um die volle Barrierefreiheit herzustellen." Dies ist dann auch gelungen, so dass nun eine der beiden Bahnen mit dem Hublift ausgestattet ist.
Für den Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz hat dies in vielfacher Hinsicht Signalwirkung. Es gehe darum, sämtliche Angebote des Tourismus barrierefrei zu gestalten, denn nur so könne eine lückenlose Servicekette hergestellt werden. "Wenn es nur bruchstückhaft barrierefreie Angebote gibt, dann führt das in der Regel zu Frust und das ist das letzte, was man im Urlaub gebrauchen kann", so Ottmar Miles-Paul. Er versprach, dieses gute Beispiel im Land bekannt zu machen und andere Anbieter von touristischen Angeboten zu ähnlichen Fortschritten zu bewegen. Dass die barrierefreie Servicekette in Mainz mittlerweile sehr gut ausgebaut ist, bescheinigte Hans Kreiter. "In Mainz kann sind mittlerweile viele Angebote barrierefrei. Das reicht von den Bussen, die auch Rollstuhlfahrer nutzen können, über barrierefreie Übernachtungsmöglichkeiten, bis zum barrierefreien Zugang zum Theater, vielen Kneipen und nun auch der Tourismusbahn", so Hans Kreiter. moh