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29.07.2010 - 10:06

Spende über 250.000 Euro für Umsetzung der UN-Konvention.

Mainz (kobinet) Die vom Land Rheinland-Pfalz angestrebte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention trägt mittlerweile immer mehr Früchte. Gestern überreichte die Sparda-Bank Südwest eG in Mainz einen Scheck in Höhe von 250.000 Euro für ein neues Förderprogramm "barrierefrei, inklusiv & fair".

"barrierefrei, inklusiv & fair“ heißt das neue Förderprogramm, für das die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank Südwest eG 250.000 Euro zur Verfügung stellt. Im Rahmen des Förderprogramms werden vor allem Initiativen zur Verbesserung der Barrierefreiheit und zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben in den Bereichen Kunst, Sport und Freizeit unterstützt. Damit soll vor allem auch die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention voran getrieben werden. "Ich freue mich sehr darüber, dass der Landesbehindertenbeauftragte, Ottmar Miles-Paul, die Koordination für das Förderprogramm übernommen hat. So können wir uns sicher sein, dass die Zuwendungen richtig eingesetzt werden. Denn wer kann besser entscheiden, was für Menschen mit Behinderungen am wichtigsten ist und am meisten benötigt wird, als die Betroffenen selbst?", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Südwest eG, Hans-Jürgen Lüchtenborg, auf der gestrigen Pressekonferenz in der Sparda-Bank in Mainz, bei der er das Projekt gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Malu Dreyer, die die Schirmherrschaft für das Förderprogramm übernommen hat, der Öffentlichkeit vorstellte.

"Die Initiative kommt genau zum richtigen Zeitpunkt", sagte Ministerin Malu Dreyer und erläuterte wieso: "Wir haben mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen eine neue Leitlinie für die Behindertenpolitik bekommen, die die Teilhabe behinderter Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Unterstützung durch die Sparda-Bank ist hierfür ein sehr gutes Signal", so die Sozialministerin. Elke Klink vom Förderverein Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung Rheinland-Pfalz freut sich besonders darüber, dass dieses Förderprogramm zusammen mit den Betroffenen selbst gestaltet wird und Verbesserungen für die Teilhabe und Barrierefreiheit erreicht werden können. Hierfür wurde eigens ein Förderrat gebildet, der die Entscheidungen über die Mittelvergabe trifft.

Im Rahmen des neuen Förderprogramms ist zum Beispiel die Erstellung eines Folientastbuches für das Landesmuseum in Mainz geplant, durch das blinde und sehbehinderte Menschen Kunstwerke ertasten können. Ein Ausstellungsprojekt mit Porträts von Menschen mit Down-Syndrom soll das Bewusstsein über Menschen mit Behinderungen verändern. Mittels einer Rampe zu einem Ausflugslokal und der Unterstützung des Umbaus einer Kirche soll die Barrierefreiheit verbessert werden. Außerdem gibt es ein Projekt zum Probewohnen für behinderte Menschen. Das sind erste Maßnahmen, die durch das Projekt gefördert werden, weitere sollen folgen.

Anträge für Projekte in Rheinland-Pfalz im Rahmen des neuen Förderprogramms können an den
Landesbehindertenbeauftragten
Ottmar Miles Paul
MASGFF
Bauhofstraße 9
55116 Mainz
E-Mail: lb@masgff.rlp.de

gerichtet werden. moh
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gerhard Lichtenauer "Daheim statt Heim" Österreich schrieb am 29.07.2010, 11:13

Vor den Vorhang!

Da hat ein gewinnorientiertes Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt, das gehört vor den Vorhang! DANKE!

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