
Berlin (kobinet) Die Bundesregierung will erst 2015, also in der nächsten Wahlperiode, wissen, wie sinnvoll bzw. nutzlos die von ihr praktizierten Leistungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz sind. Darauf wies der behindertenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Ilja Seifert, als Ergebnis der Antwort auf seine schriftliche Frage hin.
"Bis zum St.-Nimmerleinstag will die Bundesregierung also fröhlich weiter Geld ausgeben, ohne zu wissen, was damit geschieht. Gegenwärtig bezahlt sie eine 'Basisstudie' die 'Datenvoraussetzungen für die Evaluation' schaffen soll. Genial. Sollte es die Datenlage 'zulassen, sollen Implementationsanalysen sowie Effizienzanalysen folgen'. Leichte Sprache. Falls dann (2015) irgendetwas heraus kommen sollte, soll das 'selbstverständlich veröffentlicht werden'. Toll.
Ein Blick ins 'richtige Leben' zeigt schon, dass es Menschen mit schweren Behinderungen immer schwerer fällt – häufig sogar unmöglich gemacht wird -, einen ihrer Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz zu finden, obwohl angeblich genügend Förderinstrumente zur Verfügung stünden", erklärte Ilja Seifert im Hinblick auf die Antwort der Bundesregierung. moh