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31.07.2010 - 16:14

Streubombenverbot tritt in Kraft.

München/Berlin (kobinet) Das internationale Verbot von Streubomben tritt morgen in Kraft. Handicap International hat aus diesem Anlass zusammen mit der Berliner „tageszeitung“ einen journalistischen Wettbewerb veranstaltet, in dem 52 junge Leute zwischen 15 und 19 Jahren über die tägliche Bedrohung der Menschen in Laos durch Streubomben geschrieben haben.

„Ursprünglich wollten die USA damit Infrastruktur und Militäreinrichtungen zerstören bzw. unzugänglich machen – heute sind sie gefährliche Spielgefährten für Kinder wie Dam“, schreibt Jan-Hendrik Mautsch aus Fredenbeck. Mit seiner eindringlichen Schilderung des schrecklichen Unfalls des siebenjährigen Dam (Der gefährliche Spielgefährte) hat er den ersten Platz im Wettbewerb errungen. Er wird gemeinsam mit Handicap International und dem taz-Journalisten Andreas Zumach im Herbst nach Laos reisen, um dort noch mehr über das vergessene Unrecht durch die Millionen Blindgänger zu erfahren und darüber zu berichten.

Schauspielerin Ulrike Folkerts, die seit vielen Jahren die Kampagne gegen Streubomben unterstützt, begrüßt diese Initiative: „Endlich tritt das Streubombenverbot in Kraft. Was bleibt, sind unendlich viele verminte Gebiete wie Laos und Opfer, zivile Opfer dieser mörderischen Waffen. Deshalb ist es so wichtig, ein Bewusstsein zu schaffen bei Jugendlichen und in der gesamten Öffentlichkeit, dass wir etwas erreichen können, wenn wir weiterhin die Aufmerksamkeit auf diese Langzeitproblematik lenken und uns um intensive Opferhilfe kümmern.“

Wenn am 1. August das Streubombenverbot in Kraft tritt, wird es in Laos große Feierlichkeiten geben. Denn seit das südostasiatische Land im Vietnamkrieg massiver bombardiert wurde als je ein anderes Land der Welt, wurden die Menschen dort mit den Millionen explosiven Kriegsresten allein gelassen. Nur wenige Hilfsorganisationen, unter ihnen Handicap International, kümmern sich um die Beseitigung der Kriegslasten und die Versorgung der Opfer. Das sollte ab dem 1. August anders werden. Denn der Verbotsvertrag fordert von allen beteiligten Staaten – also auch von Deutschland – eine wirkungsvolle Unterstützung der betroffenen Menschen und Regionen. sch

 

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