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05.09.2010 - 11:53

Österreich: 52 % der behinderten Kinder in Integrationsklassen.

Wien (kobinet) Die Nicht-Ausonderung im Bildungswesen ist ein Menschenrecht, hält die UN-Behindertenrechtskonvention unmissverständlich fest. Sonderschulen sind daher konventionswidrig, wie dies im Frühjahr 2010 der österreichisches Monitoringausschuss zur Überwachung der UN-Behindertenrechtskonvention in einer Stellungnahme darlegte.

Seit den 90er Jahren ist die schulische Integration in Österreich in den Schulgesetzen verankert. Seither gibt es zwei System: Die Sonderschule sowie Integrationsklassen.

Auch wenn Österreich im Vergleich zu den anderen deutschsprachigen Ländern dem Ziel der Inklusion (dem gemeinsamen Unterricht ALLER Kindern) einen Schritt voraus ist, werden in der Alpenrepublik trotzdem noch fast noch immer die Hälfte der behinderten Kinder in Sonderschulen unterrichtet.

Dies möchte nun die Lebenshilfe ändern und hat aus diesem Grund ein Inklusionsbarometer zu den einzelnen Bundesländern vorgestellt. Anhand dieser Grafik (siehe auch größere Grafik) sieht man die Fortschritte, die die einzelnen Bundesländer in Österreich bei der Integration schon gemacht haben.

Spitzenreiter ist die Steiermark, wo schon 82,4 % aller behinderten Kinder in Integrationsklassen gehen; Schlusslicht ist das Bundesland Niederösterreich, wo dies erst 32 % sind. Österrechweit beträgt die Quote 52 %.

Um dem Ziel der Inklusion näher zu kommen legte die Lebenshilfe nun ein "Dialogpapier: Stufenplan zur inklusiven Schule" sowie einen Stufenplan zur Erreichung der vollständigen Inklusion vor, berichtet heute BIZEPS-INFO. lad
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gerhard Lichtenauer "Daheim statt Heim" Österreich schrieb am 06.09.2010, 01:18

Niederösterreich der Integrationsmuffel

Niederösterreich, das letzte Land ohne Antidiskriminierungsrichtlinie, welches also offiziell und unverhohlen weiter herrschaftlich drauf los diskriminieren will, nun auch als Inklusionsmuffel Österreichs bestätigt, was gefühlsmäßig eh schon immer wahrgenommen wurde.

Mit dieser Menschenrechtsverachtung ist Niederösterreich bisher nur deshalb durchgekommen, weil dieser Ignorantenstadel hinter dem grund-recht-losen und würde-losen, 90 jährigen Verfassungsprovisorium Deckung findet.

Die Tabellen mit den Prozentzahlen sind in den weiterführenden Links enthalten. Da es sich aber um individuelle Lebensläufe handelt, sind auch die absoluten Zahlen interessant, also die Anzahl jener 13.151 SchülerInnen, denen das Menschenrecht auf inklusive Bildung durch das menschenrechtsignorante Regime Österreichs rechtswidrig verwehrt wird, nach Bundesländern. Auf die Schulverwaltung Niederösterreichs entfallen z.B. 27 % dieser Menschenrechtsverletzungen.
Absolute Zahlen nach Bundesländern:
Niederösterreich: 3.567
Wien: 3.149
Oberösterreich: 1.490
Tirol: 1.332
Vorarlberg: 1.090
Salzburg: 958
Kärnten: 817
Steiermark: 520
Burgenland: 228

Uwe Heineker schrieb am 05.09.2010, 19:17

Gucke mal da ...

... Deutschland -

Österreich ist viel weiter und macht es vor ob der UN-Konvention ...

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