
Mainz (kobinet) In einem Gespräch zwischen dem Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung in Rheinland-Pfalz und Vertreterinnen aus sieben Ministerien des Landes Rheinland-Pfalz wurden gestern in Mainz viele Fragen der Teilhabe behinderter Menschen erörtert.
Wovon Behindertenverbände in anderen Bundesländern oder auf Bundesebene träumen, hat in Rheinland-Pfalz schon Tradition. Zum vierten Mal trafen sich gestern Vertreterinnen und Vertreter des verbandsübergreifenden Netzwerks Gleichstellung und Selbstbestimmung in Rheinland-Pfalz mit Staatssekretärinnen und Sekretären bzw. deren Vertretungen aus sieben rheinland-pfälzischen Landesministerien zum jährlichen Austausch über behindertenpolitische Fragen. Die insgesamt 31 Fragen, die in dem zweistündigen Gespräch diskutiert wurden, drehten sich vorrangig um die Verbesserung der Teilhabe behinderter Menschen und die Herstellung von Barrierefreiheit in den unterschiedlichsten Bereichen.
Für den Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Ottmar Miles-Paul, war dieses Treffen ein Beleg dafür, dass die Behindertenpolitik in Rheinland-Pfalz Chefsache ist und der Austausch mit der Selbsthilfe behinderter Menschen von den einzelnen Ministerien geschätzt wird. Vor allem wurde für ihn während des Treffens deutlich, wie wichtig es ist, dass Behindertenverbände nicht nur im Sozialministerium präsent sind, sondern quer durch die verschiedenen Zuständigkeiten im Gespräch bleiben. So reichten die Themen des Gesprächs von der Verwirklichung des Anspruchs auf schulische Inklusion, über die barrierefreie Gestaltung der Veranstaltungen im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz, bis zu Fragen der Barrierefreiheit in den einzelnen Bereichen wie der Justiz, im Verkehr und beim Tourismus. moh