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08.09.2010 - 20:03

Vielfalt der Barrierefreiheit.

Berlin (kobinet) Unter dem Titel "Vielfalt der Barrierefreiheit" zieht das vom Sozialministerium geförderte Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit am 6. Oktober auf der Rehacare-Messe in Düsseldorf eine Zwischenbilanz seiner bisher einjährigen Tätigkeit. Der private Zweckverband will Unternehmen, Verbände und Institutionen motivieren, bisher viel zu wenig getroffene Zielvereinbarungen zur Herstellung von Barrierefreiheit abzuschließen.

"Wir wollen in Düsseldorf beispielhaft die Vielfalt der Barrierefreiheit anhand unserer Projekte vorstellen und diskutieren, was das BKB bisher erreicht hat und was wir in Zukunft noch zur Herstellung der Barrierefreiheit beitragen können", so wurde Andreas Bethke, Vorsitzender des Bundeskompetenzzentrum, heute in einer Pressemitteilung zitiert. "Wo gibt es weitere Kooperations- und vor allem Umsetzungsmöglichkeiten? Sind wir an den richtigen Themen dran? Das sind einige der Fragen, die uns den Tag über begleiten werden."

Wirtschaft und Verbände machen vom Instrument der im Behindertengleichstellungsgesetz vorgesehenen Zielvereinbarungen nicht ausreichend Gebrauch. Es werde versucht, so Staatssekretär Andreas Storm im Bundessozialministerium, über die Förderung des Bundeskompetenzzentrums Barrierefreiheit diesem Instrument mehr Geltung zu verschaffen.

Silvia Schmidt, Behindertenbeauftragte der sozialdemokratischen Bundestagsfraktion, meint dagegen: „Das Bundeskompetenzzentrum leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Barrierefreiheit in Unternehmen und in unserer Gesellschaft insgesamt positiv zu beeinflussen, kann es aber allein nicht schaffen. Die Bundesregierung weiß, dass die Bereitschaft zur Selbstverpflichtung in der Wirtschaft gering ist. Dagegen hilft nur die Androhung und nötigenfalls die Durchsetzung von Zwang. Ich fordere daher, dass die Bundesregierung eine solche Initiative in den Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aufnimmt. Dieser fordert von Deutschland, einen transparenten und durchlässigen Arbeitsmarkt zu schaffen und das geht nur, wenn die Partner zusammenarbeiten. Der Staat muss das moderieren und wo nötig reglementieren.“ sch
 

 
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