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17.09.2010 - 05:31

Empowerment behinderter Menschen stärken.

Betzdorf, Luxemburg (kobinet) Die Behindertenbeiräte von Luxemburg, des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz treten dafür ein, dass das empowerment behinderter Menschen gestärkt und besonders gefördert wird. Dies brachten die Beiräte bei ihrem gestrigen Treffen in Betzdorf in Luxemburg zum Ausdruck.

In der von den Vertreterinnen und Vertretern aus den verschiedenen Ländern verabschiedeten Resolution heißt es:

"Die Behindertenbeiräte von Luxemburg, des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz treten dafür ein, dass das empowerment behinderter Menschen gestärkt und besonders gefördert wird. Dazu gehören die gegenseitige Unterstützung und Beratung behinderter Menschen (Peer Counseling) sowie adäquate Möglichkeiten zur Selbstvertretung.

Besonders im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention gilt es nach dem Motto „Nichts über uns ohne uns“ dafür Sorge zu tragen, dass behinderte Menschen und ihre Verbände bei allen sie betreffenden Fragen auf gleicher Augenhöhe in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Hierfür bedarf es des gezielten empowerments behinderter Menschen und der Schaffung der nötigen Mitbestimmungsstrukturen. Denn noch ist die Teilhabe behinderter Menschen nicht in allen Bereichen realisiert. Die vorhandenen Beteiligungsrechte müssen daher stärker angewandt und respektiert werden. Deshalb bedarf es einer starken Interessenvertretung behinderter Menschen."

In den Diskussionen zu den Themen Wohnen, Freizeit und Sport, sowie zum Thema Bildung wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass behinderte Menschen selbst wählen können, wie sie leben wollen und dass dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. Das Treffen der drei Landesbehindertenbeiräte fand bereits zum zweiten Mal statt, nachdem das erste Treffen vor zwei Jahren im Saarland abgehalten wurde. Der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte, Ottmar Miles-Paul, lud die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Abschluss der Veranstaltung für das nächste Treffen in zwei Jahren nach Mainz ein. Hier solle dann anhand konkreter Beispiele in der Stadt aufgezeigt werden, wie Inklusion funktionieren kann, bzw. was dafür noch nötig ist. cm
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Ottmar Miles-Paul schrieb am 17.09.2010, 16:14

Wir arbeiten dran

Liebe Christina Fuchs,
danke für den Hinweis. Wir arbeiten dran und brauchen viele Verbündete. Deshalb bin ich als Landesbehindertenbeauftragter auch so viel im Land unterwegs. Und zum Glück sind auch andere unterwegs, denn wir müssen noch viel mehr werden.

Viel Erfolg
Ottmar Miles-Paul

Christina Fuchs schrieb am 17.09.2010, 08:33

Empowerment behinderter Menschen stärken

Lieber Ottmar Milles Paul,
Die Stadt Mainz, sollte kein Alleinstellungsmerkmal für gelungene Inklusion in Rheinland-Pfalz bleiben. Die Menschen in Rheinland-Pfalz erwarten eine konzeptionell bessere Umsetzung der Inklusion in diesem Flächenland.

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