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06.02.2003 - 12:37

Elektronische Kreide.

Berlin (kobinet) Zu den an der Freien Universität Berlin entwickelten
technischen Innovationen für Behinderte gehört die Elektronische
Kreidetafel (E-Kreide). Die neue Software hat sich als Hilfsmittel für
behinderte Lehrer und Hochschuldozenten bewährt. Darüber informierte
jetzt Georg Classen, Beauftragter für behinderte Studierende an der FU
Berlin, in movado-news.

Im Institut für Informatik der FU ist das Software-System E-Chalk entwickelt worden. Spätestens nachdem das System im
vergangenen November den renommierten European Academic Software Award
2002 in der Kategorie «Electronic Learning Environments» erhalten hat,
findet es breite Anwendung in Universitäten und Schulen. Eine
Demonstration des Systems mit einem auf einen Rollstuhl angewiesenen
Dozenten zeigte kürzlich, dass die Software auch ein hervorragendes
Werkzeug für Dozenten sein kann, die nicht im Stehen an eine
herkömmliche Kreidetafel schreiben können, aber das Medium Tafel
für ihren täglichen Unterricht einsetzen wollen.

Das Fertigen der Tafelanschrift im Sitzen ermöglicht ein an einen PC
angeschlossenes, stiftbasiertes elektronisches Eingabemedium, mit dem
man auf ein Grafik-Tablett oder einen auf dem Tisch liegenden, sensiblen
Flachmonitor schreibt. Eingaben sind auch mit der PC Tastatur möglich.
Vorbereitete Bilder können über E-Chalk aufgerufen und in den Vortrag
eingebunden werden.

Die Tafelanschrift wird über einen Projektor (Beamer) vergrößert und an
die Wand projeziert. Diese technische Umgebung, durchaus Standard in
modernen Unterrichtsräumen, bietet dem gehbehinderten bzw. auf einen
Rollstuhl angewiesenen Dozenten oder Lehrer zusammen mit der Software
E-Chalk gute Arbeitsmöglichkeiten. Der Vortrag (Tafelanschrift und ggf.
Ton) kann mitgeschnitten, als pdf- oder html-Dokument abgespeichert
und/oder live im Internet übertragen werden. Die Vorlesung kann dann
auch mit einem normalen Internet-Browser von zu Hause verfolgt werden.
So wird der Leistungsumfang der traditionellen Tafel bei weitem
übertroffen.

Auf den Web-Seiten von E-Chalk finden sich einige Abbildungen, die mögliche Einsatzszenarien
wiedergeben. Der Dozent kann an einem stiftsensitiven Whiteboard
arbeiten, an einem Grafik-Tablett (ab etwa 50 €uro) oder an einem
Digitalisiertablett mit eingebautem Monitor (etwa 1800 €uro). sch

Informationen durch das E-Chalk-Team:
Lars Knipping 030/838-75149 knipping@inf.fu-berlin.de
Prof. Dr. Raul Rojas 030/838-75100 rojas@inf.fu-berlin.de
Gerald Friedland 030/838-75134 fland@inf.fu-berlin.de
Christian Zick 030/838-75148 zick@inf.fu-berlin.de
www.echalk.de

Foto einer handbemalten elektronischen Kreidetafel

 

 
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