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25.05.2011 - 09:51

Schulische Inklusion - Grüne sollen Farbe bekennen.

Düsseldorf (kobinet) Vor dem Parteitag der Grünen in Nordrhein-Westfalen am kommenden Wochenende haben die Elternvereine „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ heute die Partei aufgefordert, in Sachen Inklusion endlich Farbe zu bekennen.

„Obwohl die Landesregierung nun schon seit einem dreiviertel Jahr im Amt ist, liegt noch nicht einmal ein Gesetzentwurf vor, um Kindern mit Behinderung einen individuellen Rechtsanspruch auf gemeinsames Lernen zu sichern“, bemängelt Bernd Kochanek, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben – gemeinsam lernen. Immer noch müssten Eltern, die für ihr behindertes Kind die Integration wollen, um einen Platz an der Regelschule kämpfen – und darum, dass ihr Kind an der Regelschule auch die Förderung bekommt, die es braucht. Dabei seien sie weiterhin den Ermessensentscheidungen von Behörden und Schulleitern vor Ort ausgeliefert.

Insgesamt sind die Eltern enttäuscht von einer grünen Schulpolitik, die vor der Landtagswahl eine konsequente und zügige Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen versprochen hat und den Aufbau eines inklusiven Bildungssystems jetzt in der Regierung so zögerlich angeht. Schon seit Dezember liegt ein gemeinsamer Beschluss aller Landtagsfraktionen vor, der die Regierung zum Handelns auffordert.

„Man hat schon den Eindruck, dass stets andere Dinge wichtiger sind“, kritisiert Eva-Maria Thoms, Vorsitzende des Vereins mittendrin. So sei bis heute keine öffentliche Kampagne für inklusive Bildung geplant. Die meisten Schulen im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland und die große Mehrheit der Eltern von Schulkindern sind immer noch völlig ahnungslos, dass Schüler mit und ohne Behinderung demnächst gemeinsam zur Schule gehen werden. Selbst die Eltern von Kindern mit Behinderung sind mehrheitlich nicht über den bevorstehenden Rechtsanspruch und über gemeinsames Lernen informiert.

Unzufrieden sind die Eltern auch, wie wenig die Elternvereine als Vertreter der betroffenen Kinder in die Planung eines inklusiven Bildungssystems und in die Erarbeitung des notwendigen neuen Schulgesetzes eingebunden werden. Seit Jahresbeginn arbeitet im Ministerium eine Projektgruppe hinter verschlossenen Türen an einem „Inklusionsplan“. „Die Arbeit am Inklusionsplan ist völlig intransparent“, kritisiert Bernd Kochanek, „die Betroffenen haben einen Anspruch auf Partizipation. Dies ist mit Anhörungen nicht getan. Wir fordern, dass die Elternverbände der betroffenen Kinder Sitz und Stimme in der Projektgruppe im Schulministerium bekommen.“ sch
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Cordula Müller schrieb am 26.05.2011, 06:19

Farbe bekennen

Ja, was ist geschehen seit den Wahlversprechen oder Wahlversprechungen ???
Solange Kinder noch wegen fehlender Schulbegleitungen zu Hause bleiben müssen oder früher abgeholt werden müssen, weil Anbieter keinen Ersatz haben, bleibt Alles beim Alten! Eltern müssen ihre besonderen Kinder in Schulen reinklagen oder dieses zumindest androhen!
Was nützen uns einige Kommunen, die wirklich ALLES dafür tun, um behinderte Kinder zu inkludieren, wenn letztendlich Schulen die benötigten Hilfen Integrationshelfer nicht erhalten oder aber die Anbieter bei Ausfall durch Krankheit keine Ersatzperson schicken können.
Solange wir Eltern unsere besonderen Kinder früher abholen müssen, weil das Schwimmen nicht ohne Schulbegleitung "zumutbar" ist und OGS nur für normale Kinder stattfindet, weil die Integrationshilfen nur für UNTERRICHT gezahlt werden, ist eigentlich Alles wie gehabt-wir kämpfen, holen unsere Kinder SELBSTVERSTÄNDLICH früher aus der Schule ab,wenn der Schulbegleiter krank ist oder früher gehen muss.Selbstverständlich fahren wir unsere Kinder auch selber zur Regelschule ,wenn es sein muss auch vier Jahre lang-es fährt ja kein Schülerspezialverkehr und Taxi ist zu teuer. Machen wir Alles.Doch war da nicht die Aussage :ABC DU .......für eine Schule....... www.youtube.com/watch?v=kDd4TXF8pOg&feature=mfu_in_order&list=UL schaut mal rein, was uns die Parteien versprochen haben.Wir haben damals die Wahlplakate als Anlass für ein Filmchen genommen....

Elterninitiative Gemeinsamer Unterricht Inklusion Bornheim

Sandra Errami schrieb am 25.05.2011, 12:50

Auf Augenhöhe

Sollten die Verbände asl "geborene Vertreter endlich anerkannt werden, dann wird das System vom Kopf auf die Füße gestellt.

Niemand außer den Betroffenen kennt die Lebenslage, hier ist nahtlose Zusammenarbeit mit Experten möglcih und nötig in Augenhöhe.

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