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kobinet-nachrichten
10.06.2011 - 19:54
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Berlin (kobinet) Der lange erwartete nationale Aktionsplan für die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland soll nun Mittwoch nach Pfingsten vorgestellt werden. Es wird ein Plan sein, der weder die Zustimmung des Deutschen Behindertenrates hat noch die Erwartungen der davon unmittelbar Betroffenen erfüllt.
Unter Berliner Behindertenaktivisten wird schon von "Behindertenkonvention light" gesprochen, mit der sich Deutschland aus seiner Verantwortung stehlen wolle, Menschenrechte für eine weiter anwachsende Bevölkerungsgruppe zu erfüllen.
Der Weltbehindertenbericht, so heute die Aktion Mensch, hat die Messlatte für den für den 15. Juni angekündigten Aktionsplan der Bundesregierung höher gelegt. Doch die christdemokratische Sozialministerin hat bisher den Termin nicht abgesagt, um den auch von den Oppositionsparteien im zuständigen Parlamentsausschuss abgelehnten Aktionsplan der Öffentlichkeit zu präsentieren. sch
Peter Hilpmann schrieb am 13.06.2011, 18:47
In der Verhaltenstherapie habe
ich das Wort emotionale Intelligenz gehört. Dahinter versteckt sich ein Modell welches das ABC der Gefühle genannt wird. Punkt A ist Uhrzeit und Situation.Punkt B ist die Interpretation(Auslegung) der Situation. Daraus ergibt sich Punkt C das Gefühl. Manchmal wird auch noch der Punkt D Konsquenz aus dem Gefühl mit aufgeführt. Dieses erklärt das viele Nichtbehinderte Menschen ein Negative Einstellung gegen behinderte haben. Daher die erstarrte Einstellung. Als 2 Punkt möchte ich Anmerken das die Masse Meinungsmenschen sind. Die Laut eines Verhaltenstherapeuten nach dem "Prinzip reagieren" Es gibt zu jedem Thema viele Meinungen. Man sagt sofort seine Meinung und dann ist die Sache für den Meinungsmenschen erledigt. Ohne Rücksicht auf die Gefühle anderer und der Folgen.
Der Tatsachenmensch
Der Tatsachen- ist das Gegenteil vom Meinungsmenschen. Der Tatsachenmensch reagiert laut eines Vehaltenstherapeuten nach dem Prinzip " Hey du hör mal zu, die Sache ist so und so. Die Tatsachenmenschen helfen sich mit dieser Methode untereinander. Findet dieses Prinzip zwischen einen Tatschen- und Meinungsmenschen statt. So rastet der Meinungsmensch aus. Auch weis die Verhaltensforschung das sich die Meinungsmenschen nicht untereinander helfen. Aber dafür haben sie ja Ihre Meinung. Hiermit habe ich meinen vorherigen Brief vollständig ergänzt.
Neu Hinzukommt das der Psychater Manfred Lütz ein Taschenbuch herausgegeben hat mit dem Titel Irre wir behandeln die falschen unser Problem sind die Normalen. Er nennt die Meinungsmenschen als wahnsinig normal. Ich bin gerade auf den Gedanken gekommen. Das die Schwarz - gelben wahnsinnig normal sind.
Mit freundlichem Gruß
Peter
Christina Fuchs schrieb am 13.06.2011, 11:10
In Deutschland hat sich ein System der "Behindertenhilfe" entwickelt,in dem der Gedanke der Fürsorge-wir tun das für euch- gefördert wurde.Wir tun etwas weniger für euch, passt doch ins gleiche Schema.Wenn es darum geht Nachteile,die eine Behinderung mit sich bringt auszugleichen, fördert man die Entwicklung eines "Sparpakets".
Die soziale Kälte der Bundesregierung wird in Europa sehr kritisch betrachtet.
Alexander Drewes, LL.M. schrieb am 11.06.2011, 01:29
Dass die Bundesregierung die UN-Behindertenrechtskonvention allenfalls so verstanden wissen will, dass man damit zwar in Sonntagsreden das übliche Wortgeklingel "vom Stapel lassen" kann (Solidarität, wichtiges Anliegen der Politik, Inklusion, Inklusion, Inklu... usw.), dass man aber ansonsten in keiner Weise gedenkt, etwas Wesentliches zu ändern (insbesondere, dass sich die Politik auf Bundesebene, die sich mittlerweile selbst von der bayerischen Sozialministerin Haderthauer dazu aufrufen lassen muss, ein Teilhabeleistungsgesetz zu schaffen; warum wohl?), ist so offensichtlich, wie nur etwas. Dass z.B. - wie jetzt in Hessen - im Bereich des Schulrechts vermeintliche Inklusion ausschließlich dazu benutzt werden soll, den Einrichtungsträgern einmal "die Krallen zu zeigen" (also: dieselben zum Sparen aufzufordern) und - bar jeglicher tatsächlichen Inklusion - die Beschulung beeinträchtigter Kinder lediglich dazu benutzt, Kosten zu sparen, zeigt eindrücklich, "wohin die Reise gehen soll". Das entspricht aber sämtlich einem ganz bestimmten politischen Kalkül. Wenn uns die SPD jetzt durch ein neues Papier zur UN-BRK erfreut, verschweigt sie damit geflissentlich, dass es _ihr_ Staatssekretär im BMAS war, der - zu Zeiten der Großen Koalition - konstatiert hat, es bedürfe überhaupt keiner gesetzlichen Änderungen, die Bundesrepublik Deutschland habe die sich aus der UN-BRK sich ergebenden Forderungen doch längst sämtlich umgesetzt.
Und - mit Verlaub - der Mann kommt vom Fach, anders als der ggw. Staatssekretär, der vor seiner Amtszeit mit sozialrechtlichen Fragen - vorsichtig formuliert - eher rudimentär befasst war.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Sie wollen, dass wir uns an Ihnen abarbeiten. Das können Sie haben, nur werden wir so lange nicht müde werden, bis wir die wesentlichen Bestandteile der UN-BRK (am liebsten noch: alle) endlich juristisch einklagbar durchgesetzt haben.
Um mit Willy Brandt zu sprechen: Wir fangen gerade erst an!
--
Alexander Drewes, LL.M.
mailto:Drewes.Alexander@web.de
Uwe Heineker schrieb am 10.06.2011, 20:55
..., sondern eher "very light" ist meine auffassung: da kommen bestimmt wieder kostenargumente und -vorbehalte heraus - es muss von den politikern endlich begriffen werden: diese konvention ist eben nicht zum nulltarif zu haben ... !
Sabine Fichmann schrieb am 10.06.2011, 20:14
Mit salbungsvollen Worten und süffisantem Lächeln wird Frau von der Leyen uns diesen "Aktionsplan" schönreden! Dann wird sie sich umdrehen , das "christ" in christdemokratisch vergessen und für die Betroffenen die nächsten Kürzungen und bürokratischen Hindernisse vorbereiten!
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