Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu Sommercamp 2012 selbstbestimmtes Leben
Werbebanner zu Barrierefreie Reiseziele
Werbebanner zu Netzwerk PROBudget
Werbebanner zu Hier könnte Ihr Werbebanner sein
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
23.02.2012 - 05:26

Stolpersteine für 'Euthanasie'-Opfer in Bodenheim.

Bodenheim (kobinet) In der rheinland-pfälzischen Gemeinde Bodenbach hat die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus durch die Verlegung von Stolpersteinen bereits Tradition. Gestern wurde dort unter Beisein des Präsidenten des rheinland-pfälzischen Landtages mit elf Stolpersteinen mit einer Aktion gegen das Vergessen an "Euthanasie"-Opfer aus Bodenheim erinnert, die während der Nazi-Zeit ermordet wurden.

Die Stolpersteine sollen Passanten, Gäste und Einheimische, darüber stolpern lassen, dass in der Gemeinde Menschen eine Heimat hatten, die dem "Euthanasie"-Programm der Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Nachdem in Bodenheim schon im Oktober 2009 und im Mai 2010 28 Steine verlegt wurden, die an ermordete jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger erinnern, wurden nun auch Stolpersteine verlegt, die die Hetze und die martialische Gewalt ins Gedächtnis rufen, mit denen Menschen vernichtet wurden, die keine Juden waren. Auf die Suche nach deren Spuren hat sich der ehemalige Bodenheimer Ortsbürgermeister Horst Kasper gemeinsam mit Axel Voigt gemacht.

Für den rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten Ottmar Miles-Paul, der der Stolpersteinsetzung genauso beiwohnte, wie der Präsident des rheinland-pfälzischen Landtages Joachim Mertes, der Ortsbürgermeister von Bodenheim sowie Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, hat diese Aktion Vorbildcharakter. "Wir dürfen die Opfer nicht vergessen und müssen ihnen gerade heute ihre Namen zurück geben. Vor allem gilt es das Geschehene jungen Menschen näher zu bringen, dass so etwas nie wieder passiert", erklärte Ottmar Miles-Paul nach der Setzung der Stolpersteine. Landtagspräsident Joachim Mertes plädierte in seiner Ansprache dafür, dass die Menschen wieder in die Mitte der Gesellschaft rücken und nicht vergessen werden dürfen, denn die Nazis hätten gerade dies bezweckt, indem man ihnen Nummern gegeben habe.

Heute wird in Berlin während eines Staatsaktes an die Opfer der Verbrechen des Rechtsterrors in Deutschland erinnert. Mit der Gedenkveranstaltung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt soll ein Zeichen des Zusammenhalts und Einstehens gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Gewalt gesetzt werden. Für 12.00 Uhr haben eine Reihe von Organisationen zu einer Schweigeminute aufgerufen. cm
 

 
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2012 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.