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kobinet-nachrichten 01.02.2004 - 09:32
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«Wie überzeuge ich andere von meiner Idee?»

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München (kobinet) Die Frage «Wie überzeuge ich andere von meiner Idee?» stellten sich 17 Mitstreitende der Selbstbestimmt Leben Bewegung Deutschlands bei einem Training am 30. und 31 Januar in München. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, ISL e.V., lud Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ganz Deutschland in die bayerische Hauptstadt ein, um eine Fortbildung der ganz besonderen Art durchzuführen.

«Wie präsentiere ich mich und mein Projekt?» hieß das Thema dieser zwei Seminartage, die von der renommierten Firma Zander & Partner aus Zorneding bei München durchgeführt wurden. Die Trainerinnen und Trainer des Dale Carnegie Trainings ließen sich auf eine besondere Herausforderung ein. Während sie es gewohnt sind, ihre Coachingseminare in den Chefetagen großer Firmen und Konzerne auf der ganzen Welt zu halten, ließen sich Willi Zander sowie seine Kolleginnen und Kollegen von Barbara Vieweg, Geschäftsführerin der ISL, überzeugen, dieses Mal ein anderes Klientel zu trainieren. Die allesamt behinderten Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren am Ende begeistert.

«In Zukunft werde ich mich intensiver und besser vorbereiten», meint Klaus Reichenbach, Projektentwickler bei ISL. «Ich kann das hier Erlernte bereits in zwei Wochen auf einer ISL-Tagung einsetzen», resümiert Barbara Stötzer–Manderscheid aus Jena. Ihre Erlanger Kollegin Dinah Radtke schwärmt, endlich könne sie mit mehr Spaß in die oft so unangenehmen Verhandlungen mit Kostenträgern gehen und mit ihrer neu gewonnenen Sicherheit und Ruhe besser überzeugen.

«Vieles muss ich noch üben. Ich will aber das hier Erlernte nutzen, um weitere Mittel für zwei neue Fahrzeuge für unseren Reisedienst zu beschaffen», meint Andreas Vega vom VbA-Selbstbestimmt Leben e.V. in München. Dass dieses Seminar auch für die Landespolitik in Thüringen Konsequenzen haben könnte, beflügelt Maik Nothnagel, Abgeordneter des dortigen Landtages: «Ich will wieder kandidieren und in der nächsten Woche auf einen aussichtsreichen Listenplatz gesetzt werden. Und natürlich will ich viele Wählerinnen und Wähler davon überzeugen, dass ich als Behinderter die beste Behindertenpolitik machen kann. Hier habe ich gelernt, wie ich mich klarer präsentiere und meine Argumente meinen Zuhörern überzeugend darlege. Die Reise von Jena nach München hat sich für mich gelohnt». Aber auch Willi Zander und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren von dem Engagement der Teilnehmenden begeistert: «Sie vertreten eine tolle und notwendige Idee. Zeigen Sie es den anderen! Wir haben ebenso etwas gelernt und nehmen aus diesen beiden Tagen viel für uns mit!» elba
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