Berlin (kobinet) Behörden und Institutionen müssen sich auf eine wachsende Zahl von Senioren bis 2020 vorbereiten, schreibt heute die Berliner Morgenpost. Nach der aktuellen Bevölkerungsprognose des Berliner Senats wird die Anzahl der Berliner über 65 Jahre bis zum Jahr 2020 um knapp 28 Prozent auf 675 000 steigen. «Alte Menschen werden selbstbestimmter und selbstständiger. Das müssen sie auch. Denn viele Leistungen, die früher selbstverständlich waren, können Staat und Verwaltung in Zukunft nicht mehr leisten», wird Ulrich Wiebusch, Referent für Leitlinien der Seniorenpolitik bei der Senatsverwaltung für Soziales, in der Morgenpost zitiert. Seit dem Ausstieg aus der sozialen Wohnungsförderung müsse zunehmend im Bestand für die Belange älterer Menschen saniert werden. «Es gibt zu wenige seniorengerechte Wohnungen», so Wiebusch. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen hat für 2004 das «Wohnen im Alter» zum Schwerpunkt gemacht. «Mit dem Mitgliedsunternehmen entwickeln wir Programme für ein barrierefreies Wohnen», sagt die Sprecherin der Wohnungsunternehmen, Christa Fluhr. An erster Stelle stehe das Nachrüsten mit Aufzügen. Auch Serviceleistungen wie Mittagstisch, Reinigung und medizinische Versorgung sollen verbessert und Begegnungseinrichtungen ausgebaut werden. In einem weiteren Beitrag beschäftigt sich die Berliner Morgenpost mit dem Thema «Altersarmut - Ein Leben am Rand des Abgrunds» und schreibt: Altersarmut trifft viel mehr Menschen als angenommen. In Berlin beziehen knapp 13 500 der Über-65-Jährigen staatliche Zuschüsse zum Lebensunterhalt. Die Dunkelziffer ist deutlich höher. sch