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24.05.2004 - 10:00

Marsch aus den Institutionen geplant.

Kassel (kobinet) Mit einer symbolischen Aktion unter dem Motto «Marsch aus den Institutionen» will die Behindertenbewegung den Berlin-Marathon am 26. September als Start für eine Kampagne für eine wohnortnahe Unterstützung behinderter Menschen und zum Abbau von Behinderteneinrichtungen nehmen. Dies erklärten Dr. Gisela Hermes und Ottmar Miles-Paul heute in Kassel. «Die Wahl des Berlin-Marathons als Auftakt und Aufhänger für diese Kampagne hat eine doppelte Bedeutung. Einerseits wissen wir, dass politische und strukturelle Veränderungen in der Behindertenpolitik und -arbeit einen langen Atem und viel Anstrengung bedürfen. Was könnte da besser sein, um sich fit zu machen, als ein Marathon. Zum anderen wollen wir den Marsch durch die Institutionen der 68er als Aufhänger nehmen, um deutlich zu machen, dass im Behindertenbereich endlich ein Marsch aus den Institutionen stattfinden muss. Diesen haben eine Reihe von behinderten Menschen bereits erfolgreich begonnen, indem sie immer wieder gezeigt haben, dass ein Leben in der eigenen Wohnung mit der entsprechenden Unterstützung sehr wohl möglich ist. Mit dieser Kampagne, die am 26. September starten soll, wollen wir vor allem Mut machen, ein selbstbestimmteres Leben anzugehen und den nötigen Druck auf die Politik und die Wohlfahrtsverbände entfalten, endlich auch ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen», so Ottmar Miles-Paul, der diese Kampagne koordiniert. Das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen sich bereit erklärt die Federführung für die Kampagne zu übernehmen. Bisher haben sich für den Berlin-Marathon neben Hans-Günter Heiden und Ottmar Miles-Paul vom Netzwerk Artikel 3 als Läufer, Dr. Gisela Hermes vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen, Horst Frehe, der Leiter der Koordinationsstelle für das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen und Hans Kreiter von den Aktiven Behinderten Stuttgart als Handbiker angemeldet. elba Nähere Informationen zur geplanten Kampagne gibt's bei Ottmar Miles-Paul, Tel. 0561 99 77 172, E-Mail: ottmar.miles-paul@bifos.de.  

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