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10.06.2004 - 15:46

Frage an Bundesgesundheitsministerin.

Berlin (kobinet) Antonie Mergler hat sich als kostenbewusste Patientin an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gewandt, weil ihr eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme direkt vor ihrer Haustür versagt wurde. Heute schickte die Frau, die nach einer Operation mit ihrer Knie-Prothese Anspruch auf fachkompetente Betreuung hat, ihren Brief an kobinet. «Sehr geehrte Frau Ministerin, alle sprechen davon, dass das Gesundheitswesen so nicht mehr finanzierbar ist und wir sparen müssen. Das sehe ich ja auch ein, nur in der Praxis klappt das nicht», schrieb Frau Mergler. Sie hat eine Knie-Prothese bekommen und wollte die anschließenden Reha-Maßnahmen ambulant machen. Die Krankenkasse (DAK) weigert sich aber, die erweiterten ambulanten Physiotherapien (EAP) zu bezahlen. «Sie sagen, das müsse die BfA übernehmen. Diese weigert sich aber auch, das wäre Sache der Krankenkasse! Hätte ich mich darauf eingelassen, eine stationäre Therapie zu machen, dann bezahlte die BfA anstandslos.» Da Antonie Mergler aber ein Reha-Zentrum direkt vor der Haustüre hat, sieht sie nicht ein, warum sie dem Gesundheitswesen mindestens dreifach höhere Kosten aufbürden sollte als nötig. Mittlerweile sind schon 7 Wochen seit ihrer Operation vergangen. Doch nichts tut sich. «Den schwarzen Peter habe ich. Um nicht ganz auf dem Trockenen zu sitzen nutze ich die Möglichkeiten meines Hausarztes in Form von 3 x 10 krankengymnastischen Verordnungen, quasi anstatt der EAP», schrieb die Frau an die Ministerin. Jeder sagt, dass ihr eine Reha-Maßnahme zusteht, aber niemand übernimmt die Kosten. Somit fehlen ihr am Ende die 3 Wochen Therapie, weil dann die Möglichkeiten des Hausarztes ausgereizt sind. Es könne doch nicht sein, dass sie, nur weil sie sparen will, dafür bestraft werde mit längerer Arbeitsunfähigkeit. Ohne fachkompetente Betreuung komme man einfach nicht so schnell wieder ans Laufen, meinte die kostenbewusste Patientin und fragt: «Was nun?» sch  

 
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