
Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch Dortmund (kobinet) Der neue Bundespräsident Horst Köhler soll sich nach Ansicht des Behindertenverbandes «Netzwerk Artikel 3» mit Nachdruck für die Bürgerrechte behinderter Menschen einsetzen. Die Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und Roman Herzog hätten beim Kampf gegen Barrieren im Leben der rund 10 Millionen Menschen mit Behinderungen Akzente gesetzt, die Köhler verstärken könne, sagte Netzwerksprecher Ottmar Miles-Paul am Mittwoch in Dortmund. Da Köhler die mit einer Behinderung verbundenen Probleme aus seinem engsten Familienkreis kenne, sei er besonders dafür prädestiniert, Politik und Wirtschaft für den Abbau von Hindernissen zu gewinnen, betonte Miles-Paul. Gerade in Zeiten massiver sozialen Veränderungen brauche Deutschland einen Mann an der Spitze, der gegenüber den Belangen von behinderten Menschen sensibel gegenüber treten könne und an deren Selbstbestimmung und Gleichstellung glaube. elba